InterRail und Städtereisen mit Kleinkind- funktioniert das überhaupt?

Unsere Erfahrungen:

Wir wurden von vielen schon gefragt funktioniert das überhaupt InterRail und Städtereisen mit Kleinkind? Ja für uns funktioniert es sehr gut und ich denke es funktioniert bei den Meisten, wenn man bestimmte Dinge beachtet!
Die Vorteile des Bahnfahrens liegen auf der Hand: kein Anschnallen, kein Sitzen bleiben müssen, sondern im Zug her umgehen /krabbeln können. Viele Leute die man “besuchen” kann, aus dem Fenster schauen können, essen und trinken können wann man will, spielen , klettern , schlafen alles möglich im Zug!

 

Essen ist wichtig!

Für uns war es praktisch das die kleine Maus (1 Jahr) noch gestillt wurde, was immer und überall geht und für sie eine Hilfe beim Schlafen im Zug war.

 

Beschäftigung:

Unsere längste durchgängige Zugfahrt am Tag war von Berlin nach Budapest und dauerte 11 Stunden und 30 Minuten und ging erstaunlich gut. Die Zeit verging mit Schlafen, Stillen, Essen, Spazieren gehen. Bei solchen Strecken, ist es natürlich von Vorteil wenn man mindestens mit 2 Erwachsenen reist, die sich bei der Betreuung abwechseln können. Hat man dann noch 2 große Schwestern dabei, wird es alles nochmals einfacher!
Auch unsere Erfahrung mit größeren Kindern ist durchweg positiv, eben weil man nicht still sitzen muss. Nett ist es wenn man immer was interessantes zum Spielen mit nimmt. Gerne mal was Neues, aber auch nicht zu viel und am Besten vom bzw. mit dem Kind ausgesucht. Im eigenen Rucksack getragen gibt auch noch eine Verantwortung, die hier gut und gerne übernommen wird. Unser Kind Nr.3, 7 Jahre alt, nimmt gerne etwas weniger mit , da sie weiß, das es meist neue Sachen im Urlaub gibt und hier die Regel gilt: Neues Spielzeug nur solange noch Platz im Rucksack ist! Sie kauft sich dann gerne Zeitungen mit kleinem Spielzeug oder ein neues Malbuch im Ausland.

Was man noch alles mit Kindern im Zug  machen kann könnt ihr hier nachlesen.
Der Rucksack ist auf dem Rückweg immer voller wie auf dem Hinweg.
Solange wir Erwachsenen entspannt sind beim Zug fahren sind es dann auch die Kinder. Die merken schnell wenn was nicht stimmt, so auch beim Zug fahren.

Städtereisen mit Kleinkind

Auch Städtereisen mit Kleinkind sind kein Problem mit unseren Kindern. Wenn man auch da wieder einige Dinge beachtet und Rücksicht nimmt auf die Bedürfnisse aller.

So muss es nicht die “tausendste”Burg/Kirchen Besichtigung sein, sondern teilen wir uns schon mal auf, wenn jetzt einer der Großen unbedingt nochmal auf die Burg will, bleibt die andere Person mit dem Kind eben in einem Park oder auf einem Spielplatz oder oder oder. Für uns ist es wichtig, das alle ihre Wünsche äußern können und man dann eben Kompromisse findet und das klappt bei uns immer gut. Manchmal braucht es auch eine kleine Motivation, wie ein Eis in Aussicht zu stellen.

Unsere Kinder mögen zum Glück alle Museen und sehen sich auch gerne mal eine Kirche an, solange wir uns darin jetzt nicht stundenlang aufhalten. So sind auch Museen Besuche immer Willkommen.

Am besten sind da natürlich Museen die etwas kindgerechter sind bzw. einfach etwas moderner, mehr wie nur Ausstellungstücke und Erklärungstafeln. Zum Glück entwickeln sich die meisten Museen in diese Richtung.

Was uns immer Stadtbesichtigungen mit unserer Nr.3 erleichtern ist, wenn der Roller mitkommt, sie also nicht die ganze Zeit laufen muss.

Also wenn das Kind Roller mag, dann lohnt es sich den mit zunehmen. Kann zwar etwas anstrengend sein ihn im Zug zu transportieren, aber bei uns überwiegend hier definitiv die Vorteile. Auch wenn wir oft einige Wege wieder zurück mussten , da der Roller wieder vergessen wurde, aber das liegt dann eher an unserem kleinen Vergesserchen ;-).

Unser Fazit zu InterRail und Städtereisen mit Kleinkind:

Wichtig ist auch immer zu sagen was wir vorhaben an dem Tag. Immer auch Punkte einbauen die sich aus Kindersicht lohnen.  Also wir lernen die Städte oft aus Spielplatzsicht kennen, aber auch das lohnt sich, weil wir wieder mehr über Land und Leute kennen lernen.

Auch nicht eisern einen Tagesplan aufstellen, einfach flexibel sein und entspannt an die Sache heran gehen so haben alle ihren Spaß!
Immer genug zu Essen und zu Trinken mit haben und immer nach einer Toilette Ausschau zu halten hilft auf Städtereisen ungemein!

Was habt ihr noch für Tipps für Städtereisen und Kinder? Oder passt das so gar nicht zu euch?

Bahnfahren in Norwegen

Das norwegische Schulsystem

12 Kommentare

  1. Super, dass ihr das macht und euch so zutraut. Ich bin mit meiner Tochter mal von HH nach Nürnberg mit dem ICE gefahren im Kleinkindabteil. Das klappte super! Ich war aber gut aufgeregt vorher!

  2. Danke Dir für Deinen tollen Bericht!

    Als unser noch kleiner war und mit ihm auf Reisen, schauten wir auch immer, dass es Zeiten gab, die für ihn sind und Zeiten für die Eltern! Es klappte immer super!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

  3. liebe Ina,
    ich finde es wirklich spannend mit einem Kleinkind auf so eine Interrailreise zu gehen. ich verfolge das projekt ja einige Blogbeiträge schon mit und war selber schon auf Interrailtour. ich hätte mir nie gedacht, dass das so gut funktioniert! ich kann mir gut vorstellen, dass der Aspekt des Stillens ein echter Zugewinn ist ?

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    1. Ja das Stillen stellt sich so manches Mal als Praktisch heraus , auch den ersten Flug jetzt vor Weihnachten war es sehr praktisch, so zu sagen Start und Landung verstillt ;-).

      Lg Ina

  4. Die Kleinen sind oft viel reiseresistenter als manch Erwachsene 😉 Aber wenn sie es von klein weg gewohnt sind, dann ist es auch überhaupt kein Problem für sie.

  5. Ich kann mich noch sehr gut ans Reisen mit meinen Kindern erinnern auch wenn es schon Jahrzehnte her ist. Damals musste man schauen, dass man nichts vergisst. Es gab nicht die Möglichkeiten wie heute einfach überall einzukaufen. Aber es war schon eine sehr schöne Zeit.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  6. Ich finde es wichtig meinen Kindern andere Kulturen zu zeigen und mit ihnen in andere Länder zu reisen. Auch wenn es mit den Kleinen schon anstrengend werden kann. Interrail ist nicht so mein Ding … hab ich auch in meiner Jugend nicht so gerne gemacht … ich fliege lieber ;-). Aber wer weiß, vielleicht probieren wir es mal :-)!

    Liebe Grüße
    Verena

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