Berlin Friedrichshain mit Kinder

Heute möchte ich mal schreiben wie es ist wenn wir als “Norweger” uns in die große, große Stadt, hier Berlin wagen und wie es ist den großen Unterschied zu erleben.

Beschauliche Kleinstadt versus Szeneviertel in Berlin

Wir wohnen hier in Norwegen in einem beschaulichen Städtchen Stjørdal mit gerade mal 23742 Einwohnern(Stand 2017). Da es eine Kommune ist,  die flächenmäßig sehr groß ist kommt sie nur auf 25 Einwohner pro km².

Wenn man sich da Berlin  Friedrichshain  Zahlen ansieht mit 127.189(2016) Einwohnern dann sind das 13.005 Einwohner/km². Allein das spricht ja schon Bände.

Nach Berlin  Friedrichshain hat es uns eigentlich nur zufällig verschlagen da wir im All in Hostel ein sagenhaft günstigen Preis gefunden hatten. Aber das war ein wirklicher Glücksgriff. Wir waren da erst recht kritisch , da so ein günstiges Hostel in so guter zentraler Lage in einem Szenebezirk, konnte ja auch viel Lärm und Partygäste bedeuten. War es aber  überhaupt nicht, das Hostel in einem wunderbaren Altbau im Hinterhof gelegen , war auch für uns als Familie mit Kleinkind sehr zu empfehlen.

Vorurteile

Wir haben uns hauptsächlich um die Warschauer Straße und Boxhagener Platz aufgehalten und die dortige Gegend natürlich aus Familiensicht erkundet. Und ja man findet sie die Klischees die man über Friedrichshain hat: Ökohippster, Veganer und Kifferhochburg.

So viele Papa die ihre Babys im Tragetuch, Tragehilfe durch die Gegend trugen, da habe ich mehr gesehen in den 3 Tagen wie in Norwegen in 12 Jahren . Ich möchte mal die Stoffwindeldichte in dem Bezirk wissen, als selbst Stoffwindelmama, fast allein auf weiter Flur hier in der Stadt.

Ich hatte den Eindruck es wohnen auch viele Familien im Bezirk. ein Grund dafür sicher auch die Vorteile der zentralen Lage mit einem unglaublichen Nahverkehrsangebot, da bin ich wirklich neidisch, wenn ich das Angebot hier in der Ministadt ansehe als Nichtautofahrer.

Dazu erscheint mir Friedrichshain sehr grün so viele Parks und tolle Spielplätzen. Was vielleicht die Nachteile des Partyviertels auf hebt, etwas dreckig kam es mir vor, gerade wenn wir morgens unterwegs waren.

Begeistert waren wir vor allem über die Möglichkeiten des Essens,so eine Menge Möglichkeiten ob nun vegan oder aus irgend einem Teil der Welt, wer die Norwegische Imbisskultur kennt, weiß  wovon ich rede. Ja ja da ändert sich auch langsam etwas aber eben nur sehr langsam und nicht gerade hier zuerst.

Dazu Einkaufsmöglichkeiten eben auch in kleinen tollen Läden ob gebraucht oder neu. Bio Supermärkte, nein gibt es hier nicht einen weit und breit keinen.Es gab so viel zu sehen sowohl für uns Großen, Pubertiere oder kleine Kinder, wirklich für jeden gab es was zu entdecken.

Fazit

Auch in einem Szeneviertel wie  Berlin Friedrichshain lässt es sich als Familie mit Kindern gut urlauben. Wir haben es als sehr kinderfreundliches Viertel erlebt mit wunderbaren Spielplätzen, allein der Drachenspielplatz ist ja schon einen Besuch wert. Oder die Plansche am Boxhagener Platz.

Dazu noch so viel zu sehen, Essen für wirklich jeden Geschmack in einer so zentralen Lage. Unglaublich kulturelle Vielfalt kann man erleben, genauso wie eben die Ökohippster mit Dreitagebart und Baby vor dem Bauch.  Ja genau diese Mischung  hat es für uns so interessant gemacht .

Es war ein großer Unterschied zu unserem Städtchen hier und hat mir mal wieder gezeigt, das ich vielleicht doch eher eine Großstadtpflanze bin.

Das mein Herz immer auch ein Stück nach Berlin gehört. Der Geburtsstadt meiner Mutter und Heimatstadt meiner Großeltern

Blick von der Warschauer Brücke zum Fernsehturm

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16 Kommentare

  1. Hey,

    da ich noch nie mit Berlin in Berührung kam war der Artikel für mich wirklich sehr interessant zu Lesen.

    Ich mag deine neutrale Art der Berichte.

    Lg

    Steffi

  2. Ich finde deine Texte immer so erfrischen lustig. Ich war erst einmal in Berlin und damals war ich noch ledig. Auf kinderfreundliche Orte schaue ich erst jetzt. Ich denke,dass man mit Kindern in Grossstädten gut bewältigen kann. Nach Norwegen möchte ich auch mal. Das steht auf meiner To-do Liste

  3. Ich komme selbst aus einem 300-Seelendorf. Als Teenie war Berlin da quasi die Offenbarung. Doch nach alle den Jahren hat Berlin immer noch nicht von seiner Anziehungskraft auf mich verloren – es ist in dieser Stadt einfach für jeden was dabei.

  4. Liebe Ina

    Ich war leider noch nie in Berlin, aber eine Freundin (auch mit Kinder) schwärmt immer von dieser Stadt und sagt, wie toll es mit Kindern in Berlin sein kann!

    Werde Berlin sicher mal besuchen gehen! ;oD

    Danke Dir für Deinen tollen Bericht!

    Hab ein schönes Wochenende!

    xoxo
    Jacqueline

    1. Nee natürlich nicht der erste Besuch, aber das erste Mal in Friedrichshain und umso länger wir in Norwegen wohnen(12 Jahre) umso mehr gewöhnt man sich an das beschauliche Leben hier ;-).

      LG Ina

  5. Freut mich, dass ihr euch so wohl gefühlt habt. Ich selbst bin auch öfter in Berlin, Freunde besuchen etc. und mir gefällt es dort sehr gut. Es wird immer eine meiner 2 Lieblingsstädte in Deutschland bleiben. Nächste Woche geht es wieder dort hin.
    Ich komme übrigens aus einer Stadt mit nicht ganz 10.000 Einwohnern 😉

    liebe Grüße

  6. Liebe Ina,
    oft geht es mir auf meinen genauso. Man ist zunächst sehr kritisch und dann wird man positiv überrascht. Umso mehr macht der Urlaub Spaß. Netten Einblick hat man durch deinen Bericht.
    Liebe Grüße, Selda.

  7. Ich war ja noch nie in Berlin, aber das muss ich mal nachholen.
    Natürlich habe ich selber schon von den ganzen Klischees über Berlin speziell von Friedrichshain gehört. Ich denke jedes Klischee hat einen Grund, aber um ehrlich zu sein sehe ich nichts schlechtes an Öko-Hipster-Daddys 😀 Über solche realgewordenen Klischees freue ich mich fast schon.

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

  8. Friedrichshain ist toll…ich wohne seit fast 20 Jahren in Berlin und davon 19 in Friedrichshain. Allerdings gibt es “Friedrichshain” und “Friedrichshain” – irgendwann bin ich aus der Partymitte rausgezogen, denn fast ein Jahr lang konnte ich nicht mehr schlafen, weil meine Straße zum Ballermann mutiert ist mit Billig-Cocktailkneipen. Aber ich mag mein Fhain immer noch, bin mittlerweile nur an den äußeren Rand gezogen. Ich hab selbst keine Kinder, aber z.B. gerade im Nordkiez gibt es grüne Oasen mit Spielplätzen und seeeehr vielen jungen Families. Ansonsten gibt es z.B. noch das Amitola Familiencafé und natürlich jede Menge kleine Shops wo man hübsche Sachen für Mami und Kind kaufen kann. Außerdem glaube ich dass der “Babyccino” von den Friedrichshainer Latte-Macchiato-Müttern erfunden wurde ;).
    Ich freue mich, dass Friedrichshain Euer “familientauglich”-Siegel bekommen hat und meldet Euch gerne, wenn Ihr das nächste Mal in der Hood seid 🙂
    Liebe Grüße,
    Sandra

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