Blogparade: Warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist

 

Melanie und Thomas von Reisen-Fotografie.de laden zur Blogparade und stellen die Frage: Warum die Fotografie ein großartiges Hobby ist.

Klar, dachte ich, da bin ich dabei! Da kann ich was zu schreiben, das ist genau mein Thema! Doch dann sitze ich hier vor der Tastatur und werde ganz nachdenklich. Was genau fasziniert mich an der Fotografie? Was genau ist es, was mich seit mehr als 15 Jahren immer wieder zur Kamera greifen lässt, mich immer wieder anspornt besser zu werden oder was mich dazu bringt in einer Großstadt auf dem Gehweg zu liegen, während die Leute mit verwunderten Blicken an mir vorbei gehen.

Jekaterienburg bei Nacht

Die Frage kann ich für mich eigentlich gar nicht so richtig beantworten.  Zum einen bin ich gerne etwas kreativ. Mir wurde schon gesagt, ich könne gut zeichnen. Ich habe auch schon digitale Grafiken erstellt, aber auch wenn das Spaß machte, so richtig warm geworden bin ich damit nicht. Die Fotografie fesselt mich da schon eher. Ich kann meine ganz persönliche Sicht auf die Dinge zeigen. Ich kann Details präsentieren, an denen die meisten Leute nur vorbei hasten, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Dadurch, dass man seinen fotografischen Blick ständig trainiert, hat man eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Ich halte mich nicht für einen großen Fotokünstler, nicht mal für einen wirklich begabten, aber ich kann zumindest meine Kreativität ausleben.

Ein anderer Punkt ist die Ruhe. Wenn ich fotografiere, kann ich die Welt um mich herum komplett vergessen. Stress auf Arbeit, Geldsorgen oder Probleme mit dem Auto kann ich für eine kleine Weile komplett ausblenden. Das ist schon fast wie ein kleiner Miniurlaub.

Was die Fotografie auch noch großartig macht, ist  die Vielseitigkeit. Es gibt unglaublich viele Bereiche, in denen man etwas lernen kann. Man wird eigentlich nie fertig mit der Fotografie. Niemand kann alles und es kommen permanent neue Techniken hinzu. Es gibt immer etwas zu lernen, deshalb folge ich auch vielen YouTube-Kanälen und Facebookgruppen oder treffe mich mit Gleichgesinnten.

Auch die Bildbearbeitung gehört dazu. Es macht immer wieder Spaß, wenn man aus den Bildern den letzten Schliff rausholt. Auch in diesem Bereich kommen immer wieder Neuerungen und viele kreative Ideen, so dass man sich auch hier permanent weiterentwickeln kann.

Fazit:

Die Fotografie ist für mich Erholung, Kreativität, Entwicklung und Spaß. Je besser man wird, desto mehr erkennt man, wie viel man noch lernen kann. Es wird nicht langweilig, aber es gibt immer wieder mal Zeiten, in denen man keine Ideen hat oder man irgendwie nur Mist produziert. Solche Durststrecken gehen auch wieder vorbei, wenn man immer schön am Ball bleibt.

Nachteile:

Ja, die gibt es auch. Das hier ist keine Werbesendung und ich möchte auch niemanden Rekrutieren. Die Fotografie kostet richtig viel Geld. Eine gute Kamera kostet wenigsten 400 €. Vielleicht auch weniger, ich kenne nicht alle Modelle und auch nicht alle Testberichte aber ich denke 400 € ist ein guter Richtwert. Damit hat man in der Regel ein gutes Gerät, mit dem man vernünftig arbeiten kann. Bessere Kameras kosten schnell über 1000-3000 €. Diese haben bessere Sensoren und eine üppigere Ausstattung. Das ober Ende liegt übrigens bei 50000 €. Die PhaseOne ist eine Mittelformatkamera und zur Zeit wohl das Beste auf dem Markt. Zumindest was die Qualität betrifft, mir persönlich wäre sie zu schwer und unhandlich.

 

Die Kamera ist aber nur eine Komponente im System. Objektive kosten oftmals wesentlich mehr als die Kamera selber. Vierstellige Eurobeträge für ein Objektiv sind heutzutage nichts besonderes mehr. Solche Summen sind aber gerade für einen Hobbyfotografen eigentlich irrsinnig.

Auch das restliche Equipment ist nicht gerade billig. Stative, Blitze, Filter, Reinigungskram, Rucksack, Batterien, Speicherkarten…all das kostet oft eine Menge Geld.

 

Leider ist man oft der Meinung, dass man nur mit so teurer Ausrüstung wirklich Fotografieren kann.  Gerade Anfänger sind da oft verunsichert und versuchen dann fehlende Erfahrung durch bessere Technik zu ersetzen. Da das in der Regel nicht funktioniert, ist die Frustration entsprechend groß.

Warum ist die Fotografie für euch ein großartiges Hobby? Oder welches Hobby begeistert dich? Schreib es gerne in die Kommentare und schau gerne bei den anderen Beiträgen der Blogparade vorbei!

 

 

19 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    vielen lieben Dank für Euren Beitrag zu unserer Blogparade.

    Witzig, das mit den schrägen Blicken der Mitmenschen, wenn man mal wieder Verrenkungen für eine schöner Perspektive macht, die kenne ich auch sehr gut.

    LG Thomas

  2. Schön dass du in der Fotografie ein solch großes Hobby und solch eine Leidenschaft entwickelt hast 🙂
    Dass man komplett abschaltet und den Trubel um einen herum vergisst, kann ich absolut bestätigen. Dein Kritikpunkt ist aber auch bei mir der größte Hemmer: Die Kosten für gute Kameras und Objektive…

    Liebe Grüße,
    Emilie von LA MODE ET MOI

  3. Sehr schöner Beitrag. Ich fotografiere auch mal so nebenbei und freu mich immer wenn irgendwo lang spaziere und mir ein nettes Detail auffällt, was meine Begleiter gar nicht so sehen. Dann muss man nur noch schnell genug sein – grade wenn Tiere dabei involviert sind.
    Und auch die Blicke der drumherumwatschenlden Menschen, sind immer wieder witzig, derweil ignoriere ich sie einfach.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

    1. Wenn man etwas sieht und schon genau weiß, wie aussehen wird, noch bevor man zur Kamera greift. Das gelingt mir leider auch nicht immer. Aber wenn, dann ist das schon toll und es sind auch immer die besten Fotos.
      LG Nico

  4. Liebe Ina,

    ein tolles Thema für eine Blogparade! ich bin ein großer Fotografie-Fan … seit vielen Jahren … zuerst Analog und jetzt Digital. Und ich liebe alle eure Fotografie Beiträge – da finde ich immer super Tipps!

    Hab einen schönen Abend!
    lg
    Verena

  5. Moin .. ja, Kreativität und Ruhe ist das Schöne an der Fotografie. Toll finde ich es auch, dass man beim Fotografieren schnell mit anderen Leuten in’s Gespräch kommt. Sind Fotografen interessanter?

    Beste Grüsse
    Torsten

  6. Wunderschöner Beitrag, auch eine kleine Einführung in die Fotografie bezeichnen. Ich muss zugeben das ich selber nur mit ein guten Handy unterwegs bin. Für Instagram ist das schon gut, jedoch wollte ich mich für eine Einsteigerkamera entscheiden und sehen wie ich mich in diesen Gebiet entwickel. Wirst du auch noch weitere Beiträge in dieser Richtung schreiben?

    1. Ja, es wird noch viel mehr geben. Wenn Du dich hier auf dem Blog umschaust, wirst du einiges zum Thema Fotografie finden, was gerade für Anfänger interessant sein könnte. In Zukunft gibt es auch noch einiges zum Thema Bildbearbeitung. 🙂

      LG Nico

  7. Die Fotos von der Blogparade sind der Wahnsinn. Ich selbst bin auf Fotographie durch ebay gekommen, da ich meine ganzen Sachen gut fotografieren musste. Später natürlich auch im Urlaub und jedesmal, wenn man etwas Besonderes entdeck muss ein einzigartige Snapshot gemacht werden.

    1. Klar darfst du. 🙂 Ich verwende zur Zeit eine Sony a68, wobei die Kamera absolut keine Rolle spielt. Viel wichtiger ist, wie man damit umgeht. Ich erlautere das auch immer wieder in meinen Beiträgen. 😉

      Ich bearbeite alle meine Bilder darktable und gelegentlich auch mal mit Gimp. Zu darktable habe ich schon einige Anleitungen geschrieben und es werden noch viele dazukommen.

      LG Nico

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.