Moskau entdecken

Moskau die zweitgrößte Stadt Europa mit 12,4 Millionen Einwohnern. Eine Stadt die nie ruht, eine Stadt mit 6 spurigen Strassen. Eine Stadt mit 8 Fernbahnhöfen und 3 Flughäfen! Da denkt man vielleicht nicht sofort daran mit Kindern die russische Hauptstadt Moskau zu entdecken.

Da wir aber Städtereisen mit unseren Kindern lieben, war es ganz natürlich das wir  die Stadt, in der unsere Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn startete auch erkundeten.

Über Städtereisen mit Kinder haben unsere Bloggerkollegen Mit Kind im Gepäck einige Tipps parat.

Geschichte Moskaus:

1147 wurde die Stadt das erste Mal erwähnt. Es wurde auch schon im Jahre 1158 der Kreml, eine für Russland ganz typische Zitadelle, angelegt.Damit ist der Kreml der älteste Teil Moskaus. Doch nachdem Moskau an die Mongolen und Tartaren fiel, wurde Moskau erst im 14. Jahrhundert Hauptstadt des Fürstentums. Moskau war ganz oft heiß umkämpft, ja wurde von den Tartaren sogar komplett niedergebrannt. Als Napoleon sich der Stadt näherte brannten die Moskauer selbst ihre Stadt nieder. Die Deutschen unter Hitler wurden kurz vor Moskau gestoppt.

Vor allem unter Ivan dem Schrecklichen entwickelte sich Moskau unglaublich schnell und viel. Schon im 17. Jahrhundert hatte die Stadt 200000 Einwohner und war auch die Handelshochburg des Reiches. Mit Gründung von Petersburg von Zar Peter dem Grossen verlor Moskau aber seine Rolle in der Politik. Moskau blieb aber auch in den 200 Jahren mit Petersburg als Hauptstadt das wirtschaftliche Zentrum des Landes und eigentlich auch das Herz Russlands. Seit 1918 ist Moskau die Hauptstadt.

Moskau entdecken

Was kann man nun mit Kindern oder auch ohne in Moskau entdecken?

Wir hatten im Prinzip zwei ganze Tage Moskau zu entdecken, also eigentlich viel zu wenig Zeit für diese tolle, vielseitige Stadt. Wir haben uns einfach treiben lassen und hatten gar nicht viel geplant. Ausser einem Zirkusbesuch am ersten Abend, dem 2.Geburtstag unserer kleinsten Reisemaus. Russland und Zirkus gehört für mich als alter Zirkus Fan einfach zusammen. Wir waren dann im Staatszirkus Nikulin

Zum Besuch von diesem schrieb ich schon hier.  Fantastische akrobatische Leistung, wie ich in einem russischem Zirkus erwartet habe.

Bevor es natürlich Abend war, haben wir noch so einiges anderes erlebt. Da unser Hostel ganz in der Nähe vom Arbat lag, besuchten wir diesen.

Der Arbat war die erste Fußgängerzone Moskaus und ist eine gemütliche Strasse mit Straßenkünstlern, vielen Souvenirgeschäften und so einigen Kaffees und Restaurants. In dieser Strasse kann man immer wieder was Neues entdecken.

Möchte man hier essen sollte man sich vorher die Speisekarte ansehen, denn hier gibt es so einige Restaurants, die deutlich höhere Preise haben, wie ein paar Strassen weiter. Günstig kann man hier zum Beispiel in einem Restaurant der Kette Mu-Mu essen, russische Gerichte , aber eben im Prinzip Fastfood. Sehr leicht zu erkennen an einer Kuh vor dem Eingang. Lief  unter der Kategorie geht so, für uns.

Man kann viel Streetart auf dem Arbat entdecken, auch die Sowjet Zeit hat ihren Einfluss nicht verloren.

Arbat

Der Arbat ist etwas über 2 km lang und macht Spaß für Groß und Klein.

Geht man den Arbat weiter entlang Richtung Kreml kommt man an der Lenin Bibliothek vorbei.

Lenin Bibliothek ein imposantes Bauwerk

Kreml:

So kommt man zum Komplex des Kremls. Es war ordentlich voll, es war ja schließlich auch noch Fußball WM. Wir entschieden uns nicht in den Kreml zu gehen. Möchte man in den Kreml gibt es Eintrittskarten nur für den Kreml oder auch noch extra welche, um im Kreml dann verschiedene Gebäude und Kirchen zu besuchen, für diese sind dann immer sehr lange Schlangen an den Schaltern. Die Eintrittskarten für den Kreml gibt es an Automaten, an diesen kann man dann aber nur den vollen Preis( 500Rubel) bezahlen, keine Kinderpreise oder anderen Vergünstigungen.

Mehr Informationen findet man hier:

Beachten: Donnerstags ist der Kreml geschlossen

Wir entschieden uns dagegen, den von mehr wie 2 km langen Mauer umgebenen Kreml , direkt zu besuchen, den auch ohne ihn gab es soviel was man in Moskau entdecken kann.

Roter Platz

Der Rote Platz(Krasnaja ploscad) krasnaja heißt eigentlich schön. Der Platz war ein Marktplatz und wurde Roter Platz wegen der Gebäude die mit rotem Backstein gebaut wurden, dann Roter Platz genannt, was später noch durch denn roten Oktober und die Revolution mit diesem Namen bestärkt.

Der Platz wird umgeben vom Kaufhaus GUM,dem historischem Museum und dem Leninmausoleum und der Basiliuskathedrale mit ihren bekannten 9 Zwiebeltürmen.

Fahrt mit dem Schiff

Danach wollten wir einfach mal unsere Beine ausruhen und Moskau vom Wasser betrachten. Ich finde ja eine Stadt vom Wasser zu entdecken ist immer eine Tolle Idee, um eine Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Überall in der Gegend sind Leute die einem eine Schifffahrt anbieten und einen dann auch zum Schiff bringen. Wir wählten eine 2 stündige Fahrt auf der Moskwa und genossen bei schönstem Wetter die Fahrt auf dem Fluss. Schön war es auch überall die Fußball Fans aller Herren Länder zu sehen und zu sehen wie gut sich alle verstanden.

Man erkannte die Fans sofort überall, denn sie trugen alle gut sichtbar ihre Fan ID um den Hals. So fuhr das Schiff bis zur Höhe des Gorki Parkes und dann zurück.

Saradje Park

Weiter ging es Moskau entdecken und da wurde es Zeit für einen Spielplatz, diesen fanden wir im Saradje Park. Der Saradje Park befindet sich am Ufer der Moskwa ganz in der Nähe vom Roten Platz. Er wurde erst im Jahr 2017 eröffnet und ist ein 10 Hektar großer Landschaftspark der alle Klimazonen Russland zeigt, dazu noch ein Amphitheater, Konzertsaal und Kino. Ein besonderes Highlight ist die schwebende Brücke.

Ein wunderbarer Park, um mal durch zu atmen in der Stadt und wie gesagt mit einem tollen Spielplatz für die Kleinen. Dort blieben wir eine ganze Weile.

Moskauer Metro

Zum Zirkus am Abend fuhren wir dann mit der sagenumwobenen Metro und ja es war Wahnsinn, die Bahnhöfe aber auch alleine schon die Rolltreppen, unglaublich lang und immer länger geht es in die Tiefen der Metro. Wir waren zum Glück am Abend ohne Buggy unterwegs, denn Fahrstühle sind eher nicht an zutreffen. An jeder Rolltreppe ist jemand der dort in einem kleinem Häuschen sitzt und aufpasst, das alles klappt und funktioniert. Ich möchte nicht wissen was bei einem Rolltreppen Ausfall passiert oder wenn eine sonstige Störung auftritt!

Auf jeden Fall ein Erlebnis das Metro fahren das sollte jeder in Moskau erleben kann ich nur empfehlen, also unbedingt nach dem markanten rotem M Ausschau halten.

Hier bei andersreisen könnt ihr alles genau über die Metro erfahren:

https://www.andersreisen.net/metro-moskau-reisetipps-sehenswuerdigkeiten/

und Schwabski zeigt euch die schönsten Metro Bahnhöfe:

https://schwabski.de/metrostationen-in-moskau/

Christ Erlöser Kathedrale

Die Christ Erlöser Kathedrale befindet sich am Ufer der Moskwa, nicht weit vom Kreml entfernt. Ein beeindruckendes Bauwerk mit Platz für 10000 Besucher und 103 m eine der höchsten orthodoxen Bauten der Welt.

Eigentlich 1883 erbaut, doch in der Stalin Zeit gesprengt und ab 1995 wieder aufgebaut, originalgetreu und wurde im Jahr 2000 fertiggestellt. Unter der Kirche ist eine Tiefgarage sowie auch Konferenzräume. Man kann auf die Aussichtsplattform und hat einen tolle Sicht über Moskau.

Im Park der Kathedrale befindet sich ein wunderbarer Spielplatz. Wie sooft auf Kirchen Gelände in Russland.

Gorki Park

Wer muss nicht an die Liedzeile der Scorpions: 

​„I follow the Moskva down to Gorky Park, listening to the wind of change.“

aus dem Jahr 1989 mit seinem ganzen Wandel denken, wenn er Gorki Park hört.

Der Gorki Park nach dem Schriftsteller Maxim Gorki benannt. Der Park wurde 1927 auf den rechten Ufer der Moskwa eröffnet und bietet auf 1,2 Quadratkilometer Erholung von Moskauer Grossstadtgewusel. Dort kann man spazieren gehen, sich sportlich betätigen, oder die lieben Kleinen können sich auf den Spielplätzen austoben oder die Fahrgeschäfte eines kleinen Vergnügungsparkes ausprobieren.

Einfach eine tolle kleine Oase in der großen Stadt! 

Gorki Park

Das ist nur eine kurze Übersicht der Dinge die man in Moskau entdecken kann. Unzählige Museen, Theater, Konzerte gibt es. Wir werden sicher noch einmal zurück nach Moskau, da es eine wirklich interessante und sehenswerte Stadt ist, wo sich neu und alt sehr gut verbinden.

 

 

Moskau hat soviel zu bieten und ist auch sehr gut mit Kindern zu entdecken, allerdings ist es mit Kinderwagen/Buggy sehr mühsam, wie es sicher auch sehr anstrengend ist mit Rollstuhl. Man hat unzählige Unterführungen der viele Strassen, was an sich ja sehr gut ist.

Strassen in Moskau mit Blick auf das Aussenministerium

Allerdings alle immer ohne Fahrstuhl. Es gibt zwar solche Schienen an den Treppen, wo man theoretisch mit Kinderwagen hoch und runter kommt, allerdings sind die doch sehr steil und oft passt der Abstand der Metallschienen nicht mit dem Buggy, sodass man echt aufpassen muss. Wichtig ist noch wenn man diese Schienen benutzt am besten rückwärts hochziehen, ein guter und netter Tipp  von den Moskauern! Wir haben unserem Buggy aber meist dann einfach getragen, macht sich am Besten wenn man mit 2 Erwachsenen unterwegs ist.

Genauso ist es an den Rolltreppen in der Metro eher schwierig, da eher selten ein Fahrstuhl vorhanden, zumindest in den alten Stationen im Zentrum. Aber es gibt immer Leute die helfen, das ist uns sehr positiv aufgefallen, oftmals einfach so ohne das man fragen musste.

Brauchst du eine Unterkunft in Moskau? Dann kannst du eine 15€ Gutschein für die erste Buchung bei booking.com bekommen und wir bekommen ebenso eine 15€ Gutschrift

 

Wandkalender 2019 Russland oder Norwegen

 

Transsibirische Eisenbahn

Unsere Reise mit Kindern in der Transsibirischen Eisenbahn -Rückblick Teil 1

Reisebericht Teil 7: Ulan-Ude

Was macht man eigentlich die ganze Zeit in der Transsibirischen Eisenbahn?

 

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Moskau hat mich nie gereizt. Nach deinem Beitrag und deinen beeindruckenden Bildern kann ich es mir aber doch als Reiseziel vorstellen. Vielleicht wenn meine Tochter älter ist und nicht mehr im Kinderwagen sitzt. Danke für den Tipp diesbezüglich.

    Viele Grüße,
    Diana

  2. Ich muss zugeben, dass mich Moskau absolut nicht reizt. Warum, kann ich gar nicht so sagen, denn eigentlich ist die Stadt unglaublich schön. Vor allem weil so viel Traditionelles dort doch noch beibehalten ist. Vielleicht ist der Grund auch nur meine ganz schlimme Russisch-Lehrerin gewesen, wer weiß haha 😉 dennoch, deine Fotos zeigen wirklich tolle Impressionen von der Stadt 🙂

    Lieben Gruß,
    Alice von alicechristina.com
    Alice Christina  auf Instagram

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.