Lenindenkmale in Russland

Für uns als Kinder aufgewachsen  in der DDR sind sie nicht fremd, die großen Denkmale die an das Ende des 2. Weltkriegs erinnern oder an wichtige sozialistische Persönlichkeiten. Allerdings verschwanden viele dieser Denkmale nach der Wende.

Das die Lenindenkmale  in Russland immer noch viel sind hat uns doch etwas überrascht! Überall waren sie zu sehen, die Denkmale die an der großen Krieg erinnern , an die Sowjetzeit oder eben an Lenin.

In Wladiwostock

Wladimir Iljitsch Lenin

Er hieß eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow lebte von 1870-1924. Gilt als Begründer der Sowjetunion. Er war ein kommunistischer Politiker, Revolutionär und marxistischer Theoretiker. Er musste lange Zeit in die Schweiz emigrieren, weil er ein kommunistischer Revolutionär war der im Untergrund für eine Revolution in Russland arbeitete. Nachdem 1917 die Oktoberrevolution erfolgreich war, was dazu führte das 1922 die Sowjetunion gegründet wurde. 

Nach seinem Tod wurde der Leichnam einbalsamiert und ist noch heute im Mausoleum am Kreml zu sehen.

Lenindenkmal in Russland

In jeder Stadt die wir auf unserer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn besuchten stand mindestens ein Denkmal Lenins. Da fragten wir uns wie viel es in Russland wohl geben wird?

Laut offizieller Denkmaldatenbank in Russland sind es: 5311 Lenindenkmale in Russland, Skulpturen oder Büsten.

Eine ganz schön große Zahl! 

Hier mal eine kurze Auswahl von den Lenindenkmale in Russland die wir entdeckt haben:

Lenin im Sonnenuntergang in Irkutsk in typischer Pose
Von der anderen Seite
Auch in Irkutsk vor einer Schule

In Jekatarinburg
Lenin Kopf Ulan-Ude

Das ist die grösste Portraitbüste der Welt mit einem Gewicht von 42 Tonnen und einer Größe von 7,7 m und damit etwas grösser als der Karl.Marx.Kopf in Chemnitz, wo wir aufgewachsen sind, der “nur” 7,1 m und 40 Tonnen schwer ist.

Das Besondere an der Büste in Ulan-Ude ist, dass das Gesicht etwas asiatisch aussieht.

So haben wohl alle Lenindenkmale in Russland ihre ganz besonderen Eigenheiten. Meist ist er in einer Position dargestellt, in der er mit einer Hand immer in die Ferne zeigt. In Wladiwostok steht er gegenüber dem Bahnhof und weißt dort ganz energisch gen Pazifik.

Hier zeigt er ganz energisch gen Pazifik Wladiwostok

Hier im Osten hat er eigentlich meist einen Mantel an, im Süden soll eher eher Mantel tragen.

Wo findet man Lenin heute denn noch?

In zahlreichen Städten und Ländern wurden Lenindenkmale gestürzt. Es gibt ihn aber auch in vielen anderen Städten auf der Welt auch heute noch, so in Riesa oder Schwerin. In Neu-Delhi , im italienischen Cavriago oder sogar in New York oder auch im Memento Park in Budapest da sind dann gleich 4 Lenindenkmale zu finden, neben 40 anderen Skulpturen aus kommunistischen Zeiten.

 

Das waren sie unsere Lenindenkmale in Russland die wir auf unserer Transsibreise quer durch das grosse Land entdeckt haben.

Es gibt natürlich auch ganz andere Denkmale in Russland hier mal eine kleine Auswahl:

Ein Engel in Wladiwostok

 

Auch in Wladiwostok ein Denkmal für siegreichen Soldaten
Zar Alexander der Zweite in Irkutsk
Ja ganz profane Denkmäler wie den Backpacker oder der Tourist in Irkutsk gibt es auch

 

Schauspieler Irkutsk

Habt ihr denn auch schon mal ein Lenindenkmal gesehen? Schreibt gerne in den Kommentaren wo!

 

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11 Kommentare

  1. Wow, das ist ja wirklich eine erstaunliche Anzahl an Lenindenkmälern! Hätte ich tatsächlich niemals gedacht und erwartet. Wissentlich habe ich noch nie eines der Denkmäler gesehen, aber ich lese meistens auch nicht wer oder was da oben auf dem Sockel steht. Also vermutlich ist mir – aus Versehen 😉 – schon mal eines untergekommen.
    Liebe Grüße, Ina

  2. Unfassbar wie in diesen Ländern der Kommunismus weiter lebt! Auch in Polen gibt es sogar Bars, die nach Lenin benannt sind und sein Kopf am Eingang hängt, es gibt Kommunismus-Straßen und Plätze… Einerseits wollten wir uns davon lange befreien, andererseits können wir auch nicht so recht los lassen, habe ich den Eindruck ?
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

  3. Wie Ina schon schreibt, hätte auch ich nie damit gerechnet, dass es so viele Lenindenkmäler gibt. Ich habe noch nie so ein Denkmal live gesehen. Ich muss aber auch gestehen, dass ich viel zu wenig über Lenin und diese Zeit weiß.

  4. Ich finde es nicht schlecht Denkmäler stehen zu lassen – auch von fragwürdigen Herrschern. Denn sie sollen ja das Gedenken fördern – und ganz ehrlich, würden hier mehr Menschen der grausamen Nazi Zeit gedenken gäbe es vielleicht nicht so viel Idioten auf der Straße !

  5. Ich kann mich noch an Videos erinnern, wo solche Denkmäler weggerissen wurden. Daher wundert es mich, dass so viele von diesen noch zu finden sind. Aber das ist gut, wir sollten alles behalten, ob gut oder schlecht, es sind alles Lektionen von einer Vergangenheit. Daher finde ich es schade, dass so viel weggerissen wurde ….

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