Welche Verantwortung haben wir als Reiseblogger?(Blogparade)

Nach einer sehr interessanten Diskussion in einer Facebookgruppe von Reisebloggern hat Tanja von Taklyontour eine Blogparade zum Thema: Welche Verantwortung haben Reiseblogger? gestartet. Ein sehr wichtiges, interessantes und wirklich diskutiertes Thema, über welches sich vielleicht jeder der bloggt Gedanken machen sollte. Denn egal ob hunderttausende oder nur einige wenige Leser, Menschen lesen unsere Berichte und damit haben wir einen Einfluss egal ob wir das möchten oder eher nicht.

Wie wir unsere Verantwortung als Reiseblogger sehen

In allererster Linie haben wir als Menschen eine Verantwortung, gerade auch als Eltern, wie wir mit der Welt umgehen, also auch als Reiseblogger, denn auch als solche sind wir Menschen!

Wir haben sowohl eine Verantwortung der Natur und auch Land und Leuten gegenüber.Wenn man sieht wie Overtourism in vielen Städten zu einem riesen Problem werden, wo bisher stille, beschauliche Orte von Instagrammern überrannt werden. Und dabei das zigtausendste selbe Bild eines Ortes auf Instagram erschient.

Weltreisen gehören fast schon zum guten Ton, ist die Langzeitreise nicht drin dann eben ein Wochenende in New York zum Beispiel, denn es geht uns gut, wir wollen zeigen was wir haben und erleben können. Was gerade diese kurzen Flugreisen aber für eine CO2 Katastrophe sind sollte jedem bewusst sein und die billig Fluganbieter machen da natürlich gerne mit, wenn der Flug nach Mallorca weniger kostet als ein Busticket, ist das doch sehr bedenklich!

Unsere Reisen sind eher nachhaltig und wir vermeiden Flugreisen so gut es geht, gerade innerhalb Europas. Wir setzen ja deutlich auf den Zug und können es immer wieder nur empfehlen, gerade auch als Reiseform für Familien. Über die Vorteile des Interrail für Familien haben wir hier geschrieben:

10 Gründe warum wir InterRail als Familienurlaub empfehlen

Zu dieser Art des Reisens sind wir ja eigentlich erst so richtig gekommen, da 3 von 4 Kindern das Auto fahren und teilweise auch fliegen gar nicht gut vertrugen, also mussten wir nach Alternativen suchen. Mir als eingefleischter Bahn Fan lag das Reisen mit der Bahn dann aber gar nicht fern. Hier habe ich auf unserem anderen Blog schon einmal über nachhaltiges Reisen  geschrieben.

Ich finde also schon das wir eine Art Vorbildfunktion haben oder anders ausgedrückt eine Verantwortung haben, aber eben nicht nur als Reiseblogger, sondern einfach als Menschen. Nur als Reiseblogger erreichen wir nun einmal Menschen außerhalb unseres”normalen” Lebens, deshalb sollten wir uns dessen bewusst sein, das wir vielleicht für den einen oder anderen Inspiration sein können, mit eben allen Konsequenzen. Das heißt nicht das wir missionieren wollen, nein unser Blog soll ein authentischer Reiseblog  sein, der einfach unsere Art des Reisens zeigt. Vielleicht auch andere Familien ermutigt mal mit der Bahn zu fahren. Nicht nur aus ökologischen Gründen sondern einfach, weil es Spaß macht so zu reisen, wie wir finden. 

Blogger und die Fotospots

Nico zeigt euch natürlich gerne Bilder auf denen wenig bis gar keine Menschen an interessanten Punkten zu sehen sind, aber er schreibt auch immer wieder, das er dafür gerne ganz zeitig aufsteht.

Quicktipp: Wer zuerst kommt macht die besseren Bilder!

Dazu gab es mal eine tolle Blogparade von den Phototravellers. Über die Wahrheit hinter den Fotospots.

Zusammenfassend über die Verantwortung als Reiseblogger:

Es ist also ein äußerst vielschichtiges und nicht einfach zu lösendes Problem und wie viel wir Reiseblogger nun wirklich daran Anteilnehmen oder beeinflussen können lässt sich nicht sagen. Also versuchen wir natürlich irgendwo davon auszugehen das wir etwas beeinflussen können und damit auch etwas verändern können und deshalb versuchen wir einfach unser Reisen zu beschrieben, denn oftmals denken viele gar nicht an diese Möglichkeit des Zuges und schon gar nicht als Reiseform für Familien.

Auch sonst stellen wir und werden wir immer unsere Meinung auf dem Blog darstellen  und schreiben auch mal über Politik. Wie gesagt absolut wichtig für uns authentisch zu sein.

Denn wir sind es, jeder Einzelne von uns,  der etwas ändern kann und da muss jeder bei sich selbst anfangen und sich auch der Verantwortung bewusst sein, die jeder trägt ob Blogger oder nicht.

Schaut gerne bei der Blogparade rein, da finden sich noch so einige wirklich interessante Artikel über dieses Thema.

Mehr über nachhaltiges Reisen und auch dem immer wichtigerem Thema des Overtourism findet ihr unter anderem hier:

Overtourism

Reisezeilen

Claudia ontour

Ein wirklich interessantes Interview mit  Fairaway findet ihr bei People abroad

 

Interrail planen Schritt für Schritt

Transsibirische Eisenbahn

Norwegen von A bis Z, Buchstaben : A-K

14 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden,

    an der Blogparade nehme ich auch teil!
    Sehr wichtiges Thema, über das auf jeden Fall diskutiert werden muss.

    Ich gehöre auch zu denen, die keine oder nur möglichst wenige (fremde) Menschen auf ihren Bildern haben möchten.
    Es sollte jedem klar sein, dass das an bekannten Spots vor Ort nicht immer so ist und dass man dafür einfach früher im Urlaub aufgestanden ist als die anderen.
    Auch wenn ich positiv über Reiseziele berichte, sind immer auch meine negativen Eindrücke dabei.

    Liebe Grüße
    Isabel

  2. Liebe Ina,
    darüber hätte ich gar nicht nachgedacht, wenn du das Thema nicht angeschnitten hast.
    Ja, eine gewisse Verantwortung hat man als Blogger. Denn man ist nun mal Vorbild und sollte schon darauf achten, was man für Tipps gibt oder wem man welchen Rat gibt.
    Nicht jeder Mensch ist gleich, und so ist auch nicht jeder Ort gleich.

  3. Spätestens mit der DSGVO sehr heißes Eisen. ich hole mir für jedes Bild vom Abgebildeten eine Genehmigung. Das ist natürlich bei Reisebildern gar nicht möglich. Man könnte sie nur verpixeln, was dann nicht wirklich schön aussieht.
    Alles Liebe
    Annette

  4. Das hast du wirklich gut ausgedrückt: In allererster Linie trägt jeder Mensch Verantwortung, auch für die Umwelt – egal, ob ReisebloggerIn oder nicht.
    Wollte schon vor einiger Zeit endlich einen Beitrag zu diesem Thema schreiben. Vielleicht nutze ich nun die Gelegenheit der Blogparade, um dies endlich zu tun.
    Viele liebe Grüße
    Julie

  5. Eine Verantwortung tragen wir alle, egal ob Blogger oder nicht. Und wenn jeder mit kleinen Schritten bei sich selbst anfinge zu handeln, der Natur weniger zu schaden, wäre das in Summe schon viel. Sei es beim Reisen, Essen, Shopping usw. Leider gibt es zu viele, denen es einfach egal ist. Schade…
    LG
    Gabriela

  6. Hallo ihr beiden,

    auch ich versuche möglichst menschenfreie Fotos zu knipsen. Dank DSGVO. Sicher haben wir Verantwortung für das was wir tun, aber das hat jeder Mensch.
    Daher veröffentliche ich auch nicht über jeden (Geheim)Ort einen Bericht. Manchmal will ich Stellen einfach so lassen, wie sie sind. Meistens bin ich aber in Orten unterwegs, die sowieso touritisch erschlossen sind.

    Liebe Grüße
    Liane

  7. Huhu,

    interessante Beitragsidee, die auch wirklich wichtig ist.

    Ich pass nun immer auf bei Fotos an bekannten Orten wegen den fremden Menschen auf den Fotos, man kann da ja auch echt ziemlich ärger für bekommen.

    Lg
    Steffi

  8. Die Blogparade finde ich auch spannend! Ich überlege vor dem Schreiben schon, was sich daraus für den Ort ergeben könnte. Lago Di Braies ist ja leider so ein Spot…
    Liebe Grüße von Sanne

  9. Liebe Ina,
    ein wirklich interessantes und auch wichtiges Thema! Für mich sind es zwei Themen die ich etwas differenziert sehe. Auf der einen Seite die Verantwortung die wirklich jeder einzelne hat wie z.B. den Gedanken an die Nachhaltigkeit und als zweites Thema die Verantwortung die meiner Meinung nach vor allem uns Reisebloggern betrifft: authentische Berichte (Fotos). Manchmal muss man einfach auch über Dinge schreiben die nicht ganz so schön sind und vielleicht nicht dem entsprechen was viele Leser lesen möchten.

    Viele Grüße
    Isa

  10. Ich hab auch schon viel darüber nachgedacht – vorher schon und natürlich auch im Rahmen der Blogparade, zu der ich eigentlich auch noch etwas schreiben will.
    Man schwankt ja immer zwischen. “Ich habe eine Vorbildfunktion” und “Überschätze ich meinen Einfluss nicht selbst?” Ich meine, wir sind nicht der Lonely Planet. Nur weil ich etwas nenne, ist es sicher nicht nächstes Jahr total überrannt. Aber wenn ich etwas nenne und poste, der nächste auch und der dritte vielleicht auch, dann kann es passieren… Wir sind ja Teil eines Ganzen.

    Ich sehe meine Funktion v.a. darin, Gedanken anzuregen und vielleicht mal Mauern im Kopf umzustoßen. So wie man meine Mauer umstoßen musste, dass man nach London unbedingt fliegen muss. Hätte mir nicht jemand erzählt, dass man da auch locker mit dem Zug hinkommt, dann wäre ich auf die Idee wahrscheinlich gar nicht gekommen. Und das wahrlich nicht, weil ich so ein Flugfan bin und Zugfahren doof finde – sondern einfach weil ich das so im Kopf abgespeichert hatte: Nach London fliegt man.
    Deshalb hoffe ich auch, dass mein Autofrei-Artikel Leuten vielleicht mal vor Augen fährt: Oh, ja, so hatte ich das noch gar nicht gesehen. So teuer ist Zugfahren umgerechnet ja gar nicht!

    Na, bevor ich meinen Beitrag zur Blogparade jetzt bei Dir schreibe,… ja, wichtiges Thema jedenfalls.

  11. Ein total wichtiges Thema! Wenn wir uns bewusst machen, dass jede einzelne unserer Handlungen Auswirkungen hat, leben wir anders. Ich denk mir das manchmal wenn ich im Supermarkt stehe und zwischen billigen Produkten oder Bioprodukten entscheide. Ja, ich zahle im Endeffekt mehr, aber ich weiß was Bio-Kuhhaltung ist, und wie konventionelle aussieht.
    Als Reisende muss ich sagen: klar, ich fliege ab und an. Und ich mag das Gefühl auch echt gern. Aber trotzdem muss ich sagen, dass es oftmals gute Alternativen gibt, eben den Zug oder Fernbus. Ein großer Fan von Fernreisen bin ich ohnehin nicht, ich liebe es, Europa zu erkunden! LG Barbara

  12. Ein schwieriges Thema, das kontrovers diskutiert wird.
    Wir leben zum Beispiel in einer sehr ländlichen Gegend, da scheidet das Verreisen mit der Bahn schon mal aus. Wenn du zum nächsten Kleinstadtbahnhof erst 20 – 30 Minuten mit dem Auto benötigst, dann noch mal ca. 30 Minuten bist zum größeren Bahnhof, ist das sehr umständlich. Beim Reisen versuche ich trotzdem, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren. Fernreisen habe ich in meinem Leben bis jetzt nur eine gemacht.
    Bei unseren Wanderungen schauen wir darauf, dass diese in die näheren Umgebung gehen.
    Ouvertourism ist natürlich eine großes Problem, was meiner Meinung nach durchaus durch Insta und FB mit entstanden ist. Ich versuche, solche Hotspots zu umgehen. Ich mag es aber auch nicht, mit gefühlt tausenden von anderen Menschen, was anzugucken, nur um ein spektakuläres Bild zu machen.
    Lg Dagmar

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