Backup – Datensicherung für Jedermann

 

Datensicherung ist etwas, das heute eigentlich jeden etwas angeht.

Denn heutzutage besitzt eigentlich jeder einen Rechner, Tablett oder Smartphone. Auf jedem dieser Geräte sammeln sich Daten an, die man Daten an, von denen man sich nur sehr ungern trennt. Adressen, Telefonnummern, und vor allen Bilder.

Doch müssen solche Daten unbedingt gesichert werden, denn diese Geräte können kaputt gehen, Daten können versehentlich gelöscht werden, oder sogar einem Virus zum Opfer fallen. Wenn man Pech hat sind die Daten dann verloren.

Wenn man vor 20 Jahre die Leute fragte, was sie aus einem brennenden Haus retten würden, so antwortete jeder dritte: das Fotoalbum. Das war zu einer Zeit, als man noch analog fotografierte. Das war wesentlich umständlicher und teurer als die heutige digitale Fotografie.

Heutzutage machen wir Bilder in so ziemlich jeder Lebenssituation. Auf all unseren Geräten liegen die Fotos herum, aber an Datensicherung wird leider nicht so oft gedacht.

Ist ja auch irgendwo verständlich. All die tollen Geräte, die uns doch eigentlich das Leben erleichtern sollen, wollen eh schon viel zu viel Aufmerksamkeit. Da wird zusätzliche Arbeit schnell lästig. Doch da muss man leider durch.

Nur wie sichert man seine Daten richtig? 

Datensicherung sollte man eher als ein Konzept verstehen, nicht als eine fertige Lösung. Denn wie man sichert hängt stark von den Anforderungen ab. Hat man nur ein paar Textdokumente, recht ein USB-Stick oder eine SD-Karte. Sitzt man auf circa 170 Gigabyte mit Bildern, und ständig kommen neue hinzu, brauch man ganz andere Ansätze.

Ebenso kommt es drauf an, wie viel Technik und wie viel Know-how man einsetzen will/kann. Man kann jeden Monat eine DVD zur Sicherung brennen, oder automatisch alle veränderten Daten in einer Mappe, auf eine andere Festplatte, die sich am anderen Ende der Welt befindet, schicken. Man kann alte ausrangierte Rechner zu einem Backup-Rechner umfunktionieren, oder ein modernes NAS-System kaufen, das einem eine Menge Arbeit abnimmt. Ebenso kann man alle Daten in der Cloud  speichern, oder man kopiert in regelmäßigen Abständen alles auf eine externe USB-Festplatte. Wem das nicht reicht, der kann all die Möglichkeiten auch noch miteinander zu kombinieren.

Zuerst einmal sollte man herausfinden, was man eigentlich vorhat, und wie viel man investieren möchte. Die einfachste Lösung ist es vermutlich, die Daten regelmäßig auf einem großen USB-Stick oder SD-Karte zu sichern. Man könnte sich dafür einfach Termine im Kalender notieren, so das man ständig daran erinnert wird. Diese Methode ist für kleine Datenbestände leicht zu realisieren und kostengünstig. Allerdings bedarf einer Menge Disziplin, um auch wirklich regelmäßig die Daten manuell zusichern. Wir Menschen neigen gelegentlich zu Faulheit. Das speichern auf DVD oder CD kann ich nicht empfehlen, da zum einen die Haltbarkeit nicht wirklich hoch ist ( ich hab unzählige solcher optischen Medien, die sich nicht mehr öffnen lassen), zum anderen erzeugt man man mit der Zeit einen gewaltigen Haufen Plastikmüll. Auf lange Sicht ist eine USB-Stick auch noch billiger.

Wird die Datenmenge größer, lohnt sich schon die Anschaffung einer zusätzlichen Festplatte, auf welcher die Daten kopiert werden. Eine externe USB-Festplatte bietet sich hier an, aber eine Interne funktioniert genauso. Es gibt Backup-Programme, die den Datenbestand überwachen und nur die neuen oder geänderten Daten kopieren. Das spart eine ganze Menge Zeit und Rechenleistung.

Eine Datensicherung kann auch mal Fehlerhaft sein, ebenso ist es möglich das der Datenträger, auf dem sich das Backup befindet, kaputt geht. Daher ist sicher ratsam, bei wirklich wichtigen Daten, wenigsten zwei Sicherungen anzulegen.

Im Falle eines Brandes werden leider alle Backups zerstört. Wenn man sehr an seinen Daten hängt, weil es zum Beispiel wichtige Kundendaten oder Aufträge sind, sollte man eines der Kopien an einem anderen Ort aufbewahren.

Möchte man etwas mehr Komfort, so wäre der Einsatz einer NAS (Network Attached Storage ) sicher interessant. Diese Netzwerkspeicher bieten mehrere Vorteile. Zum einen verwenden diese Geräte mehrerer Festplatten, die miteinander verbunden sind, so das man einen riesigen Speicherplatz erhält. Je nach Konfiguration können eine oder gar mehrere Festplatten, bei einem Defekt, einfach im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Und das ohne Datenverluste.  Das bietet die optimale Datensicherheit!

Ein weiterer Vorteil ist, das die NAS als Cloud-Speicher nutzen kann. Somit ist es möglich, das alle Daten aus einem bestimmten Verzeichnis automatisch auf der NAS gespeichert und auf Wunsch mit anderen Geräten synchronisiert werden. Dadurch sichert man seine Daten automatisch auf beliebig vielen Geräten. Es ist sogar möglich über das Internet auf seine Daten zu zugreifen, was gerade auf Reisen interessant ist.

Allerdings sind NAS-Geräte sehr teuer. Ein Gerät mit Platz für vier Festplatten kostet zwischen 400 und 700 Euro. Die Festplatten sind nicht mit im Preis und müssen extra gekauft werden. Also liegt der Gesamtpreis irgendwo zwischen 800 und 1000 Euro. Doch sind die NAS sehr langlebig und pflegeleicht. Einmal eingerichtet, tun sie was sie sollen, und das wirklich zuverlässig.

Eine weitere Methode zur Datensicherung ist die Cloud. Als Cloud bezeichnet man den Onlinespeicher, den viele Internetanbieter heutzutage zur Verfügung stellen. Oftmals sind ein paar wenige Gigabyte kostenlos, wer mehr will kann Speicherplatz dazukaufen. Diese Speicherplätze sind wirklich praktisch. Sie sind von überall aus erreichbar, der Anbieter kümmert sich um Updates und sorgt für Verfügbarkeit, man kann sie oft mit jeder Geräteklasse benutzen. Für ein Backup ist das sicherlich auch eine Lösung. Allerdings sollte man dabei bedenken, das es aus Sicht des Datenschutzes bedenklich sein kann. Außerdem ist man dann von dem Anbieter abhängig, was passiert mit den Daten wenn der Anbieter die Bedienungen ändert  oder gar den Cloudspeicherplatz schließt!  Das sollte man im Hinterkopf behalten, und vielleicht nicht unbedingt auf langjährige Datensicherung setzen.

Ein Backup ist also eine sehr individuelle Angelegenheit. Es kommt sehr auf den Verwendungszweck, die Datenmenge, das Budget und das Know-how. Je größer die Datenmenge und der Bedarf an Sicherheit, desto aufwendiger wird ein Backup. Egal aber, ob man nur ein paar Texte sichern möchte, oder ein riesiges Bilderarchiv, wichtig ist nur das man es tut. Und das regelmäßig.

18 Kommentare

  1. Wir speichern unsere Daten in der Cloud. Wir haben es früher auf externe Festplatten gespeichert, leider haben wir hier die Erfahrung gemacht, das die dann bei Gebrauch meist auch defekt waren. Irgendwie wie Murphies Gesetz.

  2. Danke für deinen Beitrag! Du erinnerst mich daran, dass ich noch neue Festplatten kaufen wollte 😀 Ich habe leider schon einmal einen total Ausfall gehabt und viele Daten beinahe verloren. Seitdem sichere ich ALLES und jeden Tag 😀 Aber sicher kann man sich ja nie sein 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  3. Hi
    Danke für diesen informativen Beitrag. Ich habe das meiste auf externen Festplatten und wichtige Fotos zusätzlich noch auf einer SD Karte und in der Cloud.
    Aber schlussendlich kann man ja dann doch nie sicher sein.
    Liebe Grüsse Lena

  4. Danke für den hilfreichen Beitrag und vor allem, die super verständliche und einfache Erklärung. An Optionen mangelt es ja eigentlich nie, aber auch zu wissen wie man diese benutzt bzw. was diese eigentlich alle sind, ist Gold wert.

    Nach deinem Bericht werden ich jetzt nochmal etwas intensiver über ein NAS nachdenken… 🙂

    1. Nach unserer Erfahrung lohntr sich das. Unsere steht hier schon seit 2013 und macht eigentlich keine Probleme. Hören kann man sie auch nicht. Wir sind ganz begeistert davon. LG Nico

  5. Ein sehr wichtiger und hilfreicher Artikel. Über das Thema sollten wir uns alle Gedanken machen. Wir haben ein NAS und es ist wirklich sehr praktisch. Die Investitionskosten lohnen sich finde ich.

    Liebe Grüße,
    Diana

    1. Auf lange Sicht lohnt sich das auf jeden Fall. Spätestens wenn man die erste Festplatte ausgetauscht hat, ist man froh so ein Ding zu haben. LG Nico

  6. Hey Ina.
    Ein toller und wichtiger Artikel zum Thema Datensicherung. Ich selbst habe seit Jahren eine externe Festplatte. Diese leistet mir wirklich gute Dienste.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

  7. Das ist ein guter und wichtiger Artikel! Ich sichere meine Daten immer noch auf einer externen Festplatte, das werde ich jedoch auch bald mal ändern und vielleicht auch mal Cloud-Nutzer werden. Ich habe mich damit noch nicht so ganz angefreundet, habe aber Angst, dass die Festplatte auch mal ihren Geist aufgibt. Ärgerlich wäre es auf jeden Fall …

  8. Wie Recht du hast! Jeder, der einen Laptop hatte, der sehr kurzfristig kaputt gegangen ist, weiß wie wichtig die Datensicherung ist. Bei mir gingen vor allem viele Fotos verloren, was ich noch immer sehr betrauere. Seitdem gibt es regelmäßige Datensicherungen. Und zwar doppelt, denn meine externe Festplatte ist auch irgendwann gestorben. Ich habe nun mehrere Sticks, alle beschriftet und einmal im Jahr werden die ‘aufgefrischt’. Über eine Cloud habe ich auch schon nachgedacht, aber noch keinen guten Anbieter.

  9. Ja, Datensicherung. Ich halte noch an meiner externen Festplatte fest. Ein DAM wäre für meine Fotos und Dokumente aber am besten, aber sowas kostet ein vermögen wenn man was gescheites will und Dropbox ist irgendwie nicht meins. Dafür Geld bezahlen? In die Gratis-Version geht nämlich nicht genug rein. Also sichere ich oft doppelt. Festplatte, USB und versuche das Alter der Teile im Auge zu behalten. 20 Jahre alt sollten die nicht werden.

    Meine Artikel hab ich, weil ich eh kein Word auf dem Mac habe, ohnehin in der Cloud, aber zwangsläufig Mus wohl eine bessere Lösung her.

    Toller Beitrag, man macht sich echt zu selten einen Kopf um sowas.

    Liebe Grüße,
    Nika

    http://www.vintasticworld.com

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