Die Verschlusszeit

Mit der Verschlusszeit legen wir fest wie lange das Licht auf den Sensor fällt. Also wie lange wir ein Bild belichten. Wird ein Bild zu kurz belichtet, wird es zu dunkel. Belichtet man es zu lange, wird es zu hell. Mit Hilfe der Blende, dem ISO und der Belichtungskorrektur können wir die Belichtungszeiten an unsere Bedürfnisse anpassen. Eine kurze Belichtungszeit lässt Bewegungen einfrieren. Lange Verschlusszeiten lassen Bewegungen verwischen. Ein guter Richtwert ist 1/125 Sekunden, denn bei dieser Zeit kann man eigentlich nur schwer verwackeln. Wird die Verschlusszeit kürzer bedarf es mehr Übung und eine Ruhige Hand. Kürzer als 1/30 Sekunden würde ich ohne Stativ nicht mehr fotografieren.

Wie erstarrt…

…wirken Motive die sich in Bewegung befinden und mit kurzer Verschlusszeit ab gelichtet werden. Man sieht es oft in der Sport- oder Tierfotografie. Kurze Verschlusszeiten setzen viel Licht voraus. Allerdings kann man sich mit einem höheren ISO-Wert, einer offenen Blende und eventuell einem Blitz behelfen. Bei sehr kurzen Verschlusszeiten ist es sogar möglich einen zerplatzenden Luftballon zu fotografieren. Eine übliche Kamera kann bis zu 1/4000 Sekunden belichten. Einige Modelle sind sogar noch um einiges schneller.

Fotografiert bei 1/160 Sekunden. Deutlich sieht man wie das Wasser in seiner Bewegung erstarrt.

Langzeitbelichtung

Fließend und eher verwischt hingegen wirken die Motive bei langen Verschlusszeiten. Man kennt es von Wasserfällen oder ziehenden Wolken. Immer dann wenn wir hervorheben wollen, das sich etwas in Bewegung befindet nutzen wir lange Verschlusszeiten. Von einer Langzeitbelichtung spricht man wenn man nicht mehr freihändig fotografieren kann ohne zu verwackeln. Hier gibt es keinen genauen Wert. Bei mir beginnt die Langzeitbelichtung ab 1/30 Sekunden. Denn bei so langen Verschlusszeiten verwende ich auf jeden Fall ein Stativ! Um längere Verschlusszeiten zu erhalten wählt man einen kleinen ISO-Wert und schließt die Blende. Im Wald oder eher dunklen Tagen reicht das oftmals aus aber an einem sonnigen Sommertag eher nicht. Hier kommt ein sogenannter Graufilter oder auch ND-Filter zum Einsatz. Diese Filter werde vor das Objektiv und wirken wie eine starke Sonnenbrille, das heißt sie reduzieren die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt und es muss länger belichtet werden. Wie viel länger hängt  vom der Stärke das Filters ab. Man kann auch mehrere Filter gleichzeitig einsetzen und somit mehrere Minuten belichten.

Das selbe Bild. Belichtet mit 4 Sekunden. Das Wasser wirkt nun weich und fließend.

Weiter gehts mit:

Das Licht

Die Blende

Der ISO-Wert

 

 

Ein Kommentar

  1. ein super informativer und nützlicher Beitrag! es ist schin echt beeindruckend, wenn man einfach nur beide Fotos vergleicht – quasi dasselbe Motiv mit unterschiedlichen Verschlusszeiten – und dieser enorme Unterschied!

    wir machen uns die Verschlusszeit auch bei unseren Fashion-Shootings zu Nutze, wenn wir Bewegtfotos schießen 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.