Die Kamera

Jeder kennt sie, die Fotografen, die mit ihren großen Kameras und ihren Riesen Objektiven wirklich tolle Bilder machen. Also ist es doch nur logisch, das man ebenfalls eine solche Ausrüstung benötigt. Das ist allerdings absolut falsch! Auch mit einer kleinen Kamera macht man heutzutage erstklassige Bilder. Selbstverständlich sind die großen Kameras besser. Aber nur auf technischer Ebene und auch nur wenn man diese Technik auch einzusetzen weiß. Zu einem guten Foto gehört aber noch viel mehr! Bildaufbau und Komposition, die Farben, die Lichtstimmung… all das entscheidet ob ein Foto gut ist oder nicht. Da viele Leute vor dem Urlaub eine neue Kamera kaufen kommt hier mein Tipp: Kauft euch eine Kamera die gut in der Hand liegt. Schaut das ihr mit den Menüs klar kommt und das die Knöpfe für euch gut bedienbar sind. Das Gewicht ist auch entscheidend. Wer schleppt schon gerne unnötiges Gewicht mit sich rum, allerdings ist eine Kamera die zu leicht ist auch nicht gerade optimal. Ich empfehle eine Kamera die sich auch einstellen lässt, also eine Systemkamera oder eine bessere Kompaktkamera. Solange man eine Kamera von einem namhaften Hersteller kauft, kann man 2017 eigentlich nichts falsch machen. Selbst im Low-Budget Bereich ist die Technik wirklich ausgereift und liefert gute Ergebnisse. Vor einigen Jahren gab es einen großen Hype um die Megapixel. Dabei entstand der Mythos das man nur mit sehr vielen Pixeln gute Bilder machen kann. Das ist aber ziemlicher Blödsinn. Wenn man zum Beispiel für hochauflösende Magazine  fotografiert oder übergroße Reklametafeln erstellt, benötigt jedes Pixel. Gans Klar.Da sollten es schon 24 Megapixel sein. Ein Bild auf Facebook hat aber gerade mal circa 0,75 Megapixel! Es kommt also immer auf den Anwendungszweck und die eigenen Ansprüche an. Da die meisten Einsteigerkameras eh zwischen 14 und 20 Megapixel liefern, braucht man sich als Einsteiger eigentlich darüber keine Gedanken machen. Kauft etwas, was zu eurem Budget passt und lernt damit umzugehen. Auch wenn es ein wenig abgedroschen klingt, zum Schluss macht ihr die Bilder und Kamera hilft euch nur dabei!

Das Smartphone

Damit kann man wunderbar Telefonieren, im Internet surfen, auf Facebook etwas posten und Tetris spielen. Aber fotografieren? Ganz sicher nicht! Die Hersteller einiger dieser Geräte uns weiß machen wollen, das man die Dinger richtige Kameras ersetzen können, sie können es nicht. Die kleinen Sensoren haben große Probleme mit der Dynamik und die winzigen Linsen sind auch nicht wirklich leistungsfähig. Bei gutem Licht können damit zwar einigermaßen brauchbare Bilder entstehen, allerdings hat man keinerlei Einfluss auf Blende oder Verschlusszeit und muss mit dem leben was das Handy liefert.  Bei weniger gutem Licht werden die Smartphones fast schon unbrauchbar. Wer mit dem Hotelzimmer unzufrieden ist und deshalb ein Bild an das Reisebüro schicken will, macht das am besten mit dem Handy. Aber die Schwiegermutter mache ich mit solchen Bildern sicher nicht neidisch!

7 Kommentare

  1. Schöner Beitrag, wobei ich sagen muss, dass es mittlerweile einige super Smartphones gibt, die tolle Fotografien abliefern. Meine Spiegelreflex ersetzen sie zwar nicht, für kurze Städtetrips reicht es mit den umfangreichen Funktionen aber allemal!

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

  2. haha, ERTAPPT! ich habe die ersten Monate meine Blogfotos immer mit dem Handy gemacht – die Smartphone-Kamera war dafür auch echt ganz gut, aber definitiv nicht mit einer professionellen Ausstattung zu vergleichen 😉

    inzwischen liebe ich meine OLYMPUS über alles … hat nur ewig gedauert, bis ich schlüssig war, welche es werde sollte 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  3. Hallo,
    ich habe mir die LUMIX G DMC-GX80 neu für 380€ gekauft und Objektive dazu gebraucht.
    z.B. MFT Festbrennweite 14 mm F2,5 hat eine sehr schöne Bildaufbau und Komposition.

    Super Technik für das Geld.
    Was mir an Panasonic LUMIX Kameras gefällt ist u.a. ein elektronischer Sucher mit Dioptrineinstellung, Fünf-Achsen- Bildstabilisator, elektronischer Verschluss – lautloses fotografieren, Post-Focus-Funktion – die Schärfe nachträglich festlegen, Wasserwaagenfunktion, Bildretusche – störende Elemente aus den Fotos entfernen. 4K-Foto-Funktion – ermöglicht es, aus einem 4K-Video mit 30 Bildern pro Sekunde, einzelne ausgewählte Bilder zu extrahieren und als Foto zu speichern. Ein Gehäuse aus
    Magnesiumlegierung. Plastik fühlt sich nicht wirklich schön an.

    Smartphone – Fotografie
    Alle die kein Objektiv brauchen, sollten über Smartphone-Fotografie nachdenken. Smartphones benutzen bereits heute Mehrfachaufnahmen,die zusammengerechnet werden, um die Bildqualität weiter zu erhöhen. Die Sensoren können bis zu 1.000 Bilder in der Sekunde aufnehmen.
    Rechenbeispiel: Smartphone mit 3 Fotosensoren macht 1/100 Sekunde lang insgesamt 10 Fotos je Sensor. Das ergibt 30 Fotos insgesamt 30 * die kleine Sensorfläche ergibt ungefähr Vollformat. Alle Verwacklungen werden mit Künstlicher Intelligenz herausgerechnet. Was jedoch gerne übersehen wird, ist der bedeutende Umstand, dass die Bildqualität in den letzten Jahren überwiegend nicht durch die
    Hardware der Kameras verbessert wurde, sondern durch die nachgelagerte Software und Künstliche Intelligenz. Was mit einen einfachen Smartphone möglich ist: my-stories.eu/hornisgrinde-winter.html
    Grüssle aus dem Badner Land Paul.

    1. Danke für deinen Kommentar! Der Beitrag ist schon etwas älter und gehört eigentlich mal ordentlich überarbeitet. In vielen meiner Beiträge weise ich immer wieder darauf hin, dass es völlig egal ist, mit welcher Kamera man fotografiert. Man kann heutzutage keine schlechte Kamera mehr kaufen. Viel wichtiger ist, dass man sich mit dem Gerät wohl fühlt. Fortgeschrittene Fotografen kaufen Kameras mit den Funktionen, die sie benötigen, welche das sind, müssen Anfänger erst für sich heraus finden. Das hat aber alles nichts mit der Bildqualität zutun, sondern mit den fotografischen Fähigkeiten und den individuellen Bedürfnissen. Mir geht es in meinen Beträgen darum, dass man nicht wegen jedem Hype in den Laden rennen soll um sich ständig neues Spielzeug zukaufen, sondern darum, dass man die vorhandenen Technik verstehen und richtig einsetzt.

      Was die Handykniperei angeht, arbeite ich gerad an einem ausführlichen Beitrag zu diesem Thema. Dabei gehe ich genauer darauf ein, warum man damit eben nicht vernünftig fotografieren kann, sondern eben nur knipsen. Klar, die Dinger können heute eine erstaunliche Qualität liefern, aber nur wenn die Lichtverhältnisse wirklich optimal sind! Man hat keinerlei Einfluss auf die Tiefenschärfe und somit schon stark limitiert. Der optische Zoom ist völlig unbrauchbar, und jegliche Einstellungen sind nur umständlich über das Menü zu erreichen. Man ist halt mehr mit der Technik als mit der Fotografie beschäftigt. Zur Dokumentation sind die Dinger super, mehr aber auch nicht!

      LG Nico

      1. Sehe ich grundsätzlich auch so. Aber mit den zwei, drei oder vier Linsen sieht schon anders aus. Und schlussendlich ist die Kamera, die man dabei hat die beste. Mit der großen Kamera macht es mir auch mehr Spaß, aber die nehme ich inzwischen nicht mehr auf jede Reise mit.

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