Die Kameramodi – Alles eine Sache der richtigen Einstellung

Wie schon beschrieben fotografieren wir also nur Licht, welches wir mit Hilfe der Belichtungszeit, Blende und ISO steuern können. Um dies effektiv umzusetzen gibt es die Kameramodi. Jede Systemkamera stellt diese zur Verfügung und sie gehören mit zur Grundausstattung einer Kamera. Das Beherrschen diese Modi ist essentielles Grundwissen in der Fotografie.

Eingestellt werden die Modi mit dem Modi-Rad an der Oberseite der Kamera. Die Bezeichnungen können je nach Hersteller ein wenig abweichen, zum Beispiel bei Canon, doch die Funktionen und Einsatzzwecke sind überall gleich.

Doch welche Modis  gibt es gibt es eigentlich und was stellt man damit an? Dem werde ich jetzt auf den Grund gehen.

Über das Modus-Rad werden die verschieden Kameramodi eingestellt.

Der Auto-Modus:   

Wie der Name schon vermuten lässt handelt es sich hier am einen vollautomatischen Modus. Hier übernimmt die Kamera die volle Kontrolle. Belichtungszeit, Blende und ISO werden automatisch eingestellt und der Blitz klappt auf und blitzt fröhlich vor sich hin.

Dieser Modus wird von keinem Fotografen wirklich benutzt, da man hier keinerlei Einfluss auf das Ergebnis hat. Der Modi sorgt dafür das die Bilder richtig belichtet sind, das der Weißabgleich pass und das Bilder schön scharf sind. Das war es dann eigentlich auch schon. Auf Licht- und Farbstimmung und Tiefenschärfe hat man keinen Einfluss.

Einsatzzweck:

Wenn es mal schnell gehen muss! Also zum Beispiel auf einer Feier, wo sich ständig die Lichtverhältnisse ändern, die eh schon schwierig sind, und man keine Zeit hat ständig die Kamera neu einzustellen. Man gewinnt zwar damit keine Preise, aber man kann zumindest  mal ein paar Bilder abliefern.

Der P-Modus:

Die Programmautomatik. Ähnlich wie der Auto-Modus wird hier alles automatisch von der Kamera eingestellt. Allerdings hat man hier Einfluss auf den Weißabgleich, den ISO-Wert, Belichtungskorrektur und den Blitz. Einige Modelle erlauben sogar den temporären Zugriff auf Blende oder Belichtungszeit.

Damit ist es ein erster Schritt in Richtung Fotografie, denn hier kann man schon anfangen das Bild zu gestalten und kann sich gleichzeitig,bei schlechten Lichtverhältnissen, auf die Automatiken der Kamera verlassen.

Einsatzzweck:

Der Einsatzzweck sollte ähnlich sein wie beim Automodus. Schwierige, sich ständig ändernde Lichtverhältnisse. Doch hier kann man in die Automatik eingreifen und somit Einfluss auf das Ergebnis nehmen.

Der A-Modus:

Die Zeitautomatik. Besitzer einer Canon-Kamera kennen ihn als Av. Bei diesem Modus hat man die Möglichkeit auf alle Parameter Einfluss zu nehmen. Einzig die Verschlusszeit wird von der Kamera bestimmt, kann aber durch die Belichtungskorrektur verändert werden.

Der Vorteil bei diesem Modus besteht darin das man nur die Blende einstellt, und somit die Tiefenschärfe festlegt, und die Kamera die richtige Belichtungszeit liefert.

Einsatzzweck:

Überall da wo die Blende ein wichtiges Element in der Bildgestaltung ist. Also zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen, oder in der Architekturfotografie. Aber auch wenn man eine sehr geringe Tiefenschärfe möchte empfiehlt sich dieser Modus.

Der S-Modus:

Die Blendenautomatik. Bei Canon nennt man ihn Tv-Modus.

Dieser  Modus ähnelt dem A-Modus, nur das man hier die Verschlusszeit einstellt und die Kamera die richtige Blende wählt. Auch hier hat man die volle Kontrolle über alle Einstellungen und kann ebenfalls die Helligkeit mit der Belichtungskorrektur einstellen.

Einsatzzweck:

Der S-Modus wird da verwendet wo man die volle Kontrolle über die Belichtungszeit benötigt. Also zum Beispiel bei spielenden Kindern, im Zoo bei hüpfenden Affen oder in der Sportfotografie.

Der M-Modus:

Der Männermodus für absolute Vollprofis! Denn echte Profis wollen die volle Kontrolle!

Das ist natürlich Blödsinn. Das M steht für Manuell und bedeutet das es hier keine Mechanismen gibt und man wirklich alles manuell einstellen muss. Das setzt natürlich genügend Erfahrung voraus. Denn hier kann man die Blende und die Verschlusszeiten völlig frei einstellen, was zur folge haben kann das die Bilder total unter- oder überbelichtet werden. Benutzer einer spiegellosen Kamera haben hier den großen Vorteil des digitalen Suchers, mit dessen Hilfe man sehr gut einschätzen kann ob das Bild richtig belichtet wird. Wer mit einer DSLR-Kamera, also einer Spiegelreflexkamera, fotografiert kann sich auch am Histogramm orientieren.

Einsatzzweck:

Der Verwendungszweck ist sehr vielseitig, da man sich die Kamera einstellen kann wie man will. Ich verwende diesen Modus für extreme Situationen. Zum Beispiel bei langen Belichtungszeiten von mehr als 30 Sekunden. Die BULB-Funktion ist nur im M-Modus verfügbar. Bei der Verwendung von manuellen Objektiven ist der M-Modus ebenfalls geeignet. Ebenso bei der Verwendung von Retro-Adaptern. Aber auch bei Zeitraffer-Aufnahmen, wo man viele Bilder mit immer den gleichen Einstellungen haben möchte.

Fazit:

Welchen Kameramodi  man in welcher Situation verwendet hängt vom gewünschten Ergebnis ab. Die Vollautomaten liefern zwar Ergebnisse, doch nicht unbedingt die wir wollen. Die Halbautomaten sind Gold wert und erleichtern das Fotografieren enorm. Und der M-Modus ist eher was für Nerds und für Leute die gerne an Knöpfen fummeln.  Wichtig ist eigentlich nur das wir das Licht richtig einfangen und somit stimmungsvolle Bilder erschaffen.

 

Welchen Kameramodi benutzt du hauptsächlich? Erzähl uns in den Kommentaren gerne warum du welchen Modi vorziehst.

 

 

Der Beitrag ist Teil der Blogparade Meine besten Fotografie Tipps von Steflei Fotografie – der Blog

 

2 Kommentare

  1. eine tolle Zusammefassung! und ich muss direkt schmunzeln, als ich meine Olympus frisch bekommen habe, hatte ich ja erstmal gar keinen Plan 😉
    die Modi habe ich Ewigkeiten nicht angerührt und immer auf Auto stehen gehabt … und dann kam die Erleuchtung – im wahrsten Sinne des Wortes!!!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

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