Neue Kategorie: darktable

Es geht mal wieder um die Fotografie. Diesmal aber um die Bildbearbeitung, und zwar mit dem Programm darktable. Bisher habe ich mich immer davor gedrückt, auf die Bildbearbeitung genauer einzugehen. Es gibt einfach zu viele verschiedene Programme, und auch schon unzählig viele Anleitungen. Allerdings beschränken sich die meisten Anleitungen auf ein beziehungsweise zwei  Anwendungen. Diese beiden Programme scheinen weltweit der Standard für die Bildbearbeitung zu sein. Selbst Leute die noch nie etwas mit dem Bearbeiten von Bildern zu tun hatte, haben schon von diesen Programmen gehört. Es gibt aber viel mehr Möglichkeiten, seine Fotos aufzuwerten. Eine davon ist der darktable.

Der Leuchttisch. Hier werden die Bilder organisiert.

Leider gibt es um dieses tolle Programm herum recht wenig Anleitungen, zumindest wenn man sich auf die deutsche Sprache beschränkt. Diese Lücke möchte ich versuchen zuschließen, denn dieses Programm hat wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient.

Da Bildbearbeitung ein wichtiger Teil in der Fotografie ist, möchte ich in dieser neuen Kategorie darktable ausführlich vorstellen, ich möchte erklären, wie man damit Bilder sortiert, bearbeitet oder exportiert, und ich möchte  so nach und nach Anleitungen schreiben. Ich möchte beschreieben, wie man Spitzlichter in den Griff bekommt, was ein Hochpassfilter ist oder wie man Flecken erfolgreich entfernt.

Was ist darktable?

Darktable ist ein RAW-Konverter, der angetreten ist, um grössere Bildbestände schnell zu bearbeiten. Man kann aber auch jedes andere Bildformat, wie zum Beispiel jpg, png oder tiff, damit bearbeiten.

Man kann damit sehr effektiv Bilder organisieren und verwalten. Man kann Stile anlegen, und die Bearbeitung teilweise sogar automatisieren.

Es gibt ihn schon seit 2007. Seit Dezember 2017 gibt es eine erste offizielle Version für Windows. Damit läuft das Programm auf allen Desktop-Betriebssystemen, und das alles völlig Kostenlos.

Darktable ist eine freie Software, die unter der GNU General Public License steht, und kann hier heruntergeladen werden.

Die Dunkelkammer. Hier werden die Bilder bearbeitet.

Freie Software?

Freie Software hat nichts mit Gratis-Programmen oder Freeware zu tun. Es geht viel mehr darum eine Software zu schaffen, die Quel-offen ist, und somit von jedem Nutzer benutzt, weitergegeben, verändert und sogar verkauft werden darf.

Es kommt nicht oft vor, das jemand freie Software verkauf, aber ich selber habe schon vor vielen Jahren Kopien der Linuxdistribution Debian gekauft. Meine damalige Internetverbindung lies den Download von 5 DVDs nicht zu.

Natürlich muss auch definiert werden, was genau freie Software ist, und was nicht. Deshalb hat die Free Software Foundation (FSF) genaue Regeln aufgestellt. Man spricht hier von vier Freiheiten, die genau eingehalten werden müssen.

Freiheit 0: Die Freiheit, das Programm auszuführen, wie man möchte, für jeden Zweck.
Freiheit 1: Die Freiheit, die Funktionsweise des Programms zu untersuchen und eigenen Bedürfnissen der Datenverarbeitung anzupassen.*
Freiheit 2: Die Freiheit, das Programm weiterzuverbreiten und damit seinen Mitmenschen zu helfen.
Freiheit 3: Die Freiheit, das Programm zu verbessern und diese Verbesserungen der Öffentlichkeit freizugeben, damit die gesamte Gemeinschaft davon profitiert.*

Für die Freiheiten 1 und 3 ist der Zugang zum Quelltext Voraussetzung, da sonst das Verändern eines Programms schwierig bis unmöglich ist. (Quelle: Wikipadia und fsfe.org)

Damit kann man die BIlder auch geografisch sortieren.

Viele Programme, die man täglich nutzt, gehören mit zur freien Software. Firefox, Gimp, oder Kodi sind nur ein paar prominente Beispiele.

Darktable ist also frei, und kann somit von jedermann verwendet werden. Ich selber verwende ihn schon seit mehr als drei Jahren. Er hat meinen kompletten Workflow übernommen, und nur in ganz seltenen Fällen greife ich zusätzlich noch zu anderen Programmen, wie Gimp oder Hugin. Wie genau ich dabei vorgehe, werde ich dann in Zukunft hier beschreiben.

11 Kommentare

  1. absolut genialer Tipp!!! kannte diese Software bisher leider nicht, obwohl ich selber auch ganz gerne mit GNU arbeite – muss also asap heruntergeladen und selbst getestet werden 😀

    apropos, was ich mich schon länger frage: arbeitest du, lieber Nico, auch mit Presets, bzw. hast dir eigene erstellt – und mal darüber nachgedacht, sie (käuflich) anzubieten?

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Bei darktable heißen die Stile. Man findet einige im Internet, oder man erstellt sich sich ganz einfach selber. Ich nutze sie so gut wie gar nicht. Zum einen funktionieren sie nicht mit jedem Bild, zum anderen kann ich oft nicht nachvollziehen, was so ein Stil genau macht. Zumindest wenn er nicht von mir ist. Das macht eine Bearbeitung nicht reproduzierbar. Es ist schön wenn man ein Bild so bearbeitet, aber es ist fraglich ob man das auch ein zweites mal hin bekommt. Ich erstelle mir so einen Stil, wenn ich eine ganze Reihe Bilder habe, die alle gleich bearbeitet werden sollen. Das spart dann richtig viel Zeit. Ich denke es gibt aber viele Leute die das anders sehen und solche Presets kaufen. 😉
      LG Nico

  2. Hallo, das hört sich nach einem richtig guten Programm an. Ich arbeite schon evig mit Photoshop, gimp etc. Aber ich werde mir das mal genauer anschauen. Da es dochein Interesse geweckt hat.
    LG Nadine

  3. Die Software kannte ich noch garnicht. Ich nutze eine der bekannten Software und zahle dafür auch jeden Monat. Vielleicht schau ich mir mal deine Alternative genauer an 🙂

    Liebe Grüße
    Fio

  4. Ich bin schon seit langem auf der Suche nach einem guten Bildbearbeitungsprogramm und Lightroom ist mir einfach viel zu teuer … deshalb habe ich noch immer keines. Darktable hört sich sehr interessant an! Das werde ich gerne mal ausprobieren.

    vielen Dank für deinen Tipp :-)!
    lg
    Verena

  5. Dein Artikel kommt gerade zur richtigen Zeit, da ich auf der Suche nach einem neuen Bildbearbeitungsprogramm bin. Darktable kannte ich noch nicht und werde es in den nächsten Tagen mal testen.

  6. Hallo meine Liebe,

    das ist ja super. Ich hatte mir schon mal Gedanken über Bildbearbaeitungsprogramme gemacht, war aber von der Flut der Angebote echt überrannt worden, und habs dann gelassen. Nun weiß ich ja, was gut ist 😉
    Danke für die Tipps!

    Liebe Grüße,
    Verena

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