Darktable: Der Leuchttisch

Nach der Installation und dem Start von darktable, erwartet uns der leere Leuchttisch. Leer, weil wir erst Bilder zur Bibliothek hinzufügen müssen.  Dominant in der Mitte befindet sich der Bereich, in dem bald die Bilder zusehen sind. Auf der linken Seite sind die Module zum Import, zur Ansichtsverwaltung und Bildinformation. Auf der rechten Seite bekommen wir die Möglichkeit, unsere Bilder zu organisieren und zu exportieren. Oben befindet sich ein kleines Menü, mit dem man zur Dunkelkammer, zur Diashow oder zum Drucken kommt.

Darktable nach dem ersten Start.

Wer das Programm unter Window nutz, kann zurzeit leider nicht drucken. Das liegt einfach daran, dass das Programm ursprünglich für unixbasierte Betriebssysteme und Linux entwickelt wurde. Hier wird das Programm cups zum Drucken verwendet, was aber unter Windows nicht läuft. Die Entwickler arbeiten aber mit Hochdruck an dem Problem, und in späteren Versionen wird es möglich sein, zu drucken.

Weiterhin befinden sich am oberen Rand Knöpfe zum Gruppieren, anzeigen einiger Infos und die Einstellungen. Außerdem findet man hier ein paar Filter, um die Bildauswahl zu vereinfachen.

Am unteren Rand findet kann man die Bilder bewerten, dazu hat man 0-5 Steren zur Auswahl, außerdem kann man die Fotos mit Farbmarkierungen versehen, dazu stehen sechs Farben zur Auswahl. Man kann hier wählen zwischen der normalen Dateiverwaltungs-Ansicht, und  und einem zoombaren Leuchttisch. Und es gibt hier einen Schieberegler, um die Größe der Bildvorschau einzustellen.

An allen vier Rändern binden sich kleine weiße Pfeile, mit denen man die Seitenleisten verbergen kann. Somit erhält man mehr Platz auf dem Bildschirm.

Darktable wirkt hier recht gut strukturiert und aufgeräumt. Die Bedienung ist nach meiner Meinung etwas ungewohnt, da man die rechte Maustaste so gut wie nie benutzt, und auf Kontextmenüs komplett verzichtet  wird. Dafür findet man sehr viel Hilfestellungen im Programm, wenn man mit dem Mauszeiger über einen Auswahlpunkt fährt.

Die Sprache von darktable sollte der Systemsprache entsprechen, ist das Betriebssystem auf Deutsch eingestellt, so spricht das Programm auch deutsch. Wenn dem nicht so ist, oder wenn man eine andere Sprache bevorzugt, so kann man diese sehr einfach in den Einstellungen ändern. Am oberen Rand befindet sich ein kleines Zahnrad, mit dem sich der Einstellungsdialog öffnen lässt. Hier wählt man einfach die gewünschte Sprache aus.

Die Einstellungen. Hier kann man unterer anderem die Sprache ändern.

Das Einzige, was jetzt noch fehlt, sind die Bilder, welche zur Bibliothek hinzugefügt werden müssen.

Importieren 

Darktable verfügt über eine interne Bibliothek, um die Fotos zu organisieren. Zu jedem Bild werden dort umfangreiche Informationen abgelegt, damit die Fotos später einfacher wiedergefunden werden können. Zu diesen Informationen gehören unter anderem: welche Kamera benutzt wurde, welches Objektiv, welche Brennweite, wie wurde die Kamera eingestellt, aber auch Stichworte, Fotograf, Farbmarkierung oder Urheberrecht. Um all das kümmert sich das Modul “Importieren”

Das Importieren-Modul

Darktable kann einzelne Bilder, aber auch ganze Verzeichnisse, die sich bereits auf dem Rechner befinden, Importieren. Die Fotos werden dabei nicht angerührt, sondern nur in die Sammlung aufgenommen. Hierbei ist es egal, um was für ein Bildformat es sich handelt. Darktable kommt mit allen gängigen Formaten zurecht.

Tipp: Bei der Auswahl der Verzeichnisse befinden sich am unteren Rand die Importoptionen. Hier kann man einstellen, ob die Verzeichnisse rekursiv importiert werden sollen. Das bedeutet, dass auch alle Unterordner gleich mit importiert werden. So genügt es, wenn man nur den Bilderordner auswählt, den Rest erledigt darktable. Außerdem kann man jetzt schon einmal Metadaten wie Urheber oder Rechte festlegen, das kann man aber auch noch später erledigen.

Die Import-Optionen sind wirklich praktisch

Beim Import wird zu jedem Foto eine Begleitdatei angelegt, die denselben Namen trägt, wie das Foto, aber mit .xmp endet. In dieser Datei stehen alle Informationen, die darktable benötigt, um damit zu arbeiten. Zum Beispiel wird darin festgehalten, wie das Bild bearbeitet wurde, um es später entsprechend zu exportieren.

Im Dateimanager sieht man die Begleitdateien neben den Bildern.

Es ist aber auch möglich die Bilder direkt von der Kamera oder von einer SD-Karte zu importieren. Die Bilder werden dann auf den Rechner kopiert und sogar umbenannt. Die Regeln für das Kopieren und Umbennen findet man in den Einstellungen unter Sitzungs-Optionen.

Um die Bilder von der Kamera oder der SD-Karte zu kopieren, klickt man Importieren-Modul, einfach auf “Nach Geräten suchen”. Jetzt sollte die Option “Von Kamera Importieren” verfügbar sein. Klickt man darauf, so erscheint ein kleines Fenster mit allen verfügbaren Fotos. Man kann sie nun entweder alle auf einmal kopieren, oder aber einzelne Bilder auswählen.

Im oberen Bereich des Fensters befindet sich eine kleine  Eingabezeile, mit dem Namen “Job-Kode”, in der schon “noname” geschrieben steht. Der Inhalt der Zeile wird später dem Namen des Verzeichnisses, wo die zu kopierenden Bilder gespeichert werden, hinzugefügt. Das hilft dabei den Überblick im Verzeichnisbaum, zu wahren.

Kamera-Import bei Darktable

Es ist also ratsam, hier grob anzugeben, um was für Bilder es sich bei dem Upload handelt. Ein Einfaches: Spazieren im Herbst, Makrobilder oder Urlaub 2018 reicht oftmals schon aus. Bei Auftragsarbeiten kann man hier auch die Auftragsnummer angeben. Je nachdem, welche Ansprüche man halt hat.

Bilder Sammeln

Hat man die Bilder endlich importiert, kann man auch gleich das nächste Modul einsetzen. Das Bilder Sammeln-Modul. Hiermit kann man ziemlich feinkörnig bestimmen, welche Bilder gerade angezeigt werden sollen.

Das Bilder Sammeln- Modul

Standardmäßig werden hier die Filmrollen angezeigt. Als Filmrollen bezeichnet darktable die einzelnen Verzeichnisse, in denen die Bilder liegen. Man kann sich aber auch ganz normal durch den Verzeichnisbaum navigieren, so wie  in dem oberen Bild. Man kann aber auch Bilder nach Datum, Kamera, Objektiv, Urheber, ISO, Brennweite, Stichwort und viele mehr suchen, und diese Suche mit allen anderen Kriterien Kombinieren, in dem man einfach andere Optionen hinzufügt, oder entfernt. Ein Beispiel:

Ich suche ein Foto von einem Leuchtturm, an irgendeiner Küste, an die ich mich nicht erinnern kann. Stichworte habe ich mal wieder keine Vergeben, oder nur mangelhaft. Ich weiß noch, das ich das Foto bei Sonnenaufgang machte, außerdem war es eine Landschaftsaufnahme, was die Objektivauswahl stark einschränkt. Die Kamera stand auf einem Stativ, was nahelegt, das ich ISO100 verwendete.

Also könnte ich jetzt zuerst einmal nach dem richtigen Objektiv suchen. Jetzt hab ich aber immer noch ein paar tausend Bilder zur Auswahl. Deshalb könnte ich  jetzt, die Auswahl auf Bilder mit ISO100 beschränken. Wenn mir das noch nicht reicht, könnte ich noch unter Datum/Uhrzeit schauen, welche Bilder zeitig am morgen gemacht wurden.

Solche Szenarien kommen gelegentlich vor, und dann ist man froh, über solche Möglichkeiten zu verfügen. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, diese Modul ist sehr komplex und flexibel.

Kürzlich benutzte Sammlungen

Weil die Bildersuche so komplex und gelegentlich auch etwas nervig sein kann, ist das Modul “kürzlich benutzte Sammlungen” ein wahrer Segen. Hier werden die letzten zehn verwendeten Sammlungen aufgelistet, und erleichtern somit gelegentlich die Navigation.

Hier werde die zehn letzten Sammlungen aufgelistet

Bildinformation

Das letzte Modul auf der linken Seite, ist das Modul “Bildinformation” Es zeigt uns eine Reihe Informationen des ausgewählten Bildes. Gelegentlich ist es sehr nützlich, wenn man wissen will wie man das Foto knipste, wie groß es ist, oder wo es gespeichert ist.

Hier werde einige Informationen angezeigt.

Auf der rechten Seite befinden sich Module, mit denen wir unsere Bilder Organisieren können.

Auswahl

Das Modul “Auswahl” erinnert stark an die Auswahl-Optionen eines Dateimanagers. Man kann  wählen zwischen alles oder nichts, kann die Auswahl umkehren, sich nur die Unbearbeiteten markieren, oder die ganze Filmrolle. Dieses Modul bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Man kann natürlich auch die Bilder mit der Maus auswählen, was meistens auch gemacht wird.

Bilder auswählen

Ausgewählte Bilder

Das Modul “ausgewählte Bilder” erinnert ebenfalls stark an einen Dateimanager. Bilder sind auch nur ganz normale Dateien, und werden dem zufolge auch so behandelt. Gelegentlich müssen Dateien mal verschoben, kopiert oder gelöscht werden.

Dateiverwaltung

Hier wird unterschieden, zwischen entfernen und löschen. Beim Entfernen werden die Bilder nur aus der Sammlung entfernt, sie bleiben aber auf der Festplatte liegen. Beim Löschen werden die Fotos aus der Bibliothek entfernt und von der Festplatte gelöscht.

Löscht man Bilder, die sich in der darktable-Bibliothek befinden, mit einem anderen Programm, zum Beispiel mit einem Dateimanager oder einem anderen Bildbetrachter, so bleiben die Bibliothekseinträge erhalten, das Programm zeigt “Bilder” mit Totenköpfen. Man kann diese verwaisten Einträge einfach mit diesem Modul entfernen.

verwaiste Dateien

Bilder lassen sich hier auch duplizieren. das ist ganz praktisch, wenn man mehrere Versionen eines Bildes anlegen möchte. Das Besondere hier ist, dass darktable nicht das ganze Bild dupliziert, sondern nur eine weitere  Begleitdatei mit der Endung .xmp anlegt. Das spart eine ganze Menge Speicherplatz, besonders wenn man mit RAW arbeitet.

In dem Modul ist es auch möglich ein HDR zu erstellen. Man kann also Bilder einer Belichtungsreihe zusammenfügen. Das dauert je nach Anzahl Bilder und Dateigröße ein paar Minuten. Darktable erstellt eine neue Datei, mit der Endung .DNG. Zum Thema HDR ist eigener Blogbeitrag geplant.

Man kann hier auch gleich die Bilder drehen, gruppieren, Gruppen auflösen, man kann die Bilder in den Arbeitsspeicher kopieren, oder Kopien zurückspielen.

Verlaufsstapel

Als Verlaufsstapel bezeichnet man in darktable die einzelnen Arbeitsschritte, die in der Dunkelkammer, also in der Bildbearbeitung, durchgeführt wurden. Er beschreibt, welche Bearbeitungsmodule verwendet wurden, und wie sie verwendet wurden.

Einfacher Verlaufsstapel aus der Dunkelkammer

Möchte man mehrere Bilder auf die gleiche Weise bearbeiten, so bietet es sich an, den Verlaufsstapel eines fertigen Bildes, auf alle gewünschte Bilder zu kopieren. Und genau dafür ist dieses Modul zuständig.

Das Verlaufsstapel-Modul

Zum Verlaufsstapel gehören auch Module, wie “Fleckenentfernung” und “Zuschneiden und drehen”. Da aber nicht jedes Bild einer Serien zugeschnitten oder gedreht werden muss, oder gar Flecken entfernt werden müssen, unterscheidet darktable hier zwischen “kopieren” und “alles kopieren”. Beim “kopieren” hat man die Möglichkeit, nicht benötigte Module abzuwählen. Bei alles “kopieren” wird der gesamte Verslausstapel übernommen. Das gleiche gilt auch für “einfügen” und “alles einfügen”.

Außerdem hat man die Option, den kopierten Verlaufsstapel, zu einem bestehenden Verlaufsstapel hinzuzufügen, oder den bestehenden Verlaufsstapel zu ersetzen.

Möchte man den Verlaufstapel mehrmals verwenden, so kann man diesen hier im Modul einfach abspeichern (XMP schreiben), und nach Bedarf wieder laden (XMP laden).

Stile

Stile, welche bei anderen Programmen auch Presents genannt werden, sind eigentlich nichts anderes als Verlaufsstapel. Mit dem Unterschied, dass der Verlaufsstapel eher temporär verwendet wird, und die Stile von darktable verwaltet werden können. Das heißt, sie werden in einem bestimmten Verzeichnis gespeichert, und können beliebt benannt und beschrieben werden.

Modul zum erzeugen und verwalten der Stile

Fertige Stile können von hier heruntergeladen werden. Auf dieser Seite können darktable-Nutzer ihre Stile hochladen, und somit interessierten Nutzern zur Verfügung stellen. Entweder lädt man ein paar ausgewählte Stile herunter, oder gleich alles auf einmal, in einer Zip-Datei.

Die heruntergeladenen Stile können dann im Modul “Stile” einfach importiert werden.

Natürlich kann man auch eigene Stile ganz einfach erstellen. Man bearbeitet einfach ein Bild auf die gewünschte Weise, und anschließend auf dem Leuchttisch, das Bild auswählen. Jetzt braucht man nur noch, im Modul “Stile” auf “erzeugen” klicken. Es öffnet sich ein kleines Fenster, in dem man   im oberen Textfeld den Namen des neuen Stils eingibt, und im unteren Textfeld den Stil kurz beschreibt. Auch hier kann man die einzelnen Bearbeitungsmodule ab- oder auswählen.

Dialog, zum erstellen neuer Stile

Alternativ können Stile auch gleich in der Dunkelkammer, im Modul “Verlauf” erstellt werden.

Um Stile anzuwenden, wählt man einfach das gewünschte Bilder aus ( es können auch mehrere Bilder gleichzeitig verwendet werden) und doppelklickt einfach auf den gewünschte Stil in der Liste. Im Handumdrehen wird der Stil angewandt.

Unterhalb der Liste, im Modul “Stile” gibt es die Option “Duplikat erzeugen” ist die Option ausgewählt, wird das Ausgangsbild nicht angerührt, sondern es wird eine Kopie des Bildes erzeugt, auf welche der Stil angewendet wird. Das ist  besonders dann praktisch, wenn man mehrere Stile ausprobieren will. Auch ist die Kopie nur eine Virtuelle, da nicht die ganze Bilddatei kopiert wird, sondern wieder nur die Begleitdatei.

Eine weitere Methode, um einen Stil auf ein Bild anzuwenden, findet man in der Dunkelkammer. Hier findet man unterhalb des Bildes, in der linken unteren Ecke, einen kleinen Knopf, mit dem man die Stile auswählen kann.

Die Stile lassen sich auch noch exportieren, was es ermöglicht, sie auch weiter zugeben, auf mehreren Rechnern zu verwenden, oder als Backup irgendwo abzuspeichern.

Metadaten-Editor

Das Modul “Metadaten-Editor” erlaubt es uns einige Angaben zum Bild zu machen. Titel und Beschreibung sind eine Möglichkeit, aber auch Urheber und Herausgeber sind hier eine Option. Ganz wichtig, wenn man ein Bild veröffentlichen möchte, sind auch die Kopierrechte.

Metadaten-Editor

Diese Informationen werden beim Export in die Exifdaten des fertigen Bildes geschrieben.

Tagging

Als Tagging bezeichnet man die Verschlagwortung. Hier werden einfach Schlagworte, auch Tags genannt, zu den Bildern hinzugefügt.

Stichworte helfen dabei, Bilder schneller wieder zu finden.

Im oberen Bereich werden Stichworte angezeigt, welche dem Bild schon hinzugefügt worden. Im unteren Bereich findet man alle Tags, die jemals in der Bibliothek verwendet wurden. In der Mitte befindet sich eine Textzeile, mit der man nach Stichworten suchen kann.

Wurden den Bildern Stichworte von anderen Programmen hinzugefügt, so erkennt darktable diese beim Import. Voraussetzung hierfür ist, das sich die Stichworte auch in der Exifdatei des Bildes befinden.

Man kann in diesem Modul nicht nur neue Stichworte anlegen, oder welche löschen, es ist auch möglich ganze Stichwortlisten zu importieren, oder exportieren.

Geotagging

Einige Kameras verfügen über einen GPS-Tracker, der die Position speichert, wo die Bilder gemacht werden. Darktable ist in der Lage, diese Posittion zu lesen, und in einer Karte darzustellen. Alternativ kann man auch eine GPX-Track-Datei mit einem Handy zu erstellen, und mit dem Programm laden. Zum Thema “Karte” wird es einen extra Beitrag geben.

Geotagging

Ausgewählte Exportieren

Bilder in darktable können nicht einfach per drag and drop in andere Anwendungen verschoben werden. In vielen Bildbetrachtern ist es möglich ein Bild einfach in den Browser zu schieben, oder auf den Schreibtisch oder in den Papierkorb. Das kann das Programm nicht. Das ist aber kein Fehler, oder liegt an der Unfähigkeit der Programmierer, sondern daran, dass dartable nicht destruktiv arbeitet.

Wie schon geschrieben, werden Bilddateien von darktable nicht angerührt, sondern es wird eine Begleitdatei erstellt. Diese Datei beschreibt wie das fertige Bild behandelt werden soll. Man kann es mit einem Rezept aus einem Kochbuch vergleichen. In einem Rezept steht genau beschrieben welche Zutaten zu einem Gericht hinzugefügt werden sollen. Zwiebeln, Pfeffer, Möhren, Wasser,…. naja, ihr wisst schon.

In der Begeitdatei stehen ebenfalls die erforderlichen Zutaten drin.  Zum Beispiel die Schlagworte, der Fotograf, Die Kamera, aber auch die einzelnen Schritte in der Bildbarbeitung findet man hier. Schärfen, gerade rücken, Kontrast erhöhen, entrauschen…..

Um als diese Informationen anzuwenden, müssen die Bilder exportiert werden. Hierzu werden einige Optionen geboten.

Das Modul für den Export von Bildern

Im Standard ausgewählt, ist die Festplatte als Speicherziel. Wenn nichts anderes angegeben ist, legt darktable ein Verzeichnis mit dem Namen “darktable_exportet” an, und zwar jedesmal in das Verzeichnis des zu exportierenden Bildes. Nach meiner Erfahrung ist das etwas unglücklich gelöst, da man so mit der Zeit den Überblick verliert. Ein separates Verzeichnis für Exportbilder hat sich jeden Fall bewährt.

Zusätzlich hat man noch die Möglichkeit, Bilder per Mail zu verschicken, auf Facebook, Flickr oder Google+ hochzuladen, oder eine Latex-Buchvorlage, oder Webseiten-Galerie zu erstellen.

Auch die Auswahl des Dateiformates lässt keine Wünsche offen. Neben JPEG findet man auch TIFF, PNG, PDF und viele andere. Natürlich kann man hier die Qualität des Exportes einstellen.

Bei den “globalen Optionen” kann man die Bildgröße angeben, so dass das Bild beim Export gleich skaliert werden kann. Neben ein paar anderen, eher selten genutzten Optionen, besteht auch noch die Möglichkeit einen Stil auf die Bilder anzuwenden.

Bildbewertung

Wie am Anfang schon erwähnt, kann man die Bilder mit Hilfe der Sterne bewerten. Die Sterne findet man dann auch in der Bildvorschau wieder. Ein kleines x links neben den Bewertungssternen, steht für “abgelehnt”. Darunter fallen Bilder, die man löschen möchte. Wie viel Sterne man für ein Bild vergibt, muss jeder für sich allein bestimmen. Ich gebe allen Bildern schon beim Import automatisch drei Sterne. Ist ein Bild schlechter als erwartet ziehe ich Sterne ab, oder lösche es. Übertrifft ein Bild meine Erwartungen, füge ich Sterne hinzu. Das sind dann Bilder, die ich hier auf dem Blog oder in meiner Online-Galerie veröffentliche.

Bewertung und Farbmarkierungen

Farbmarkierungen bei darktable

Auch die sechs Farben zur Markierung der Bilder können frei vergeben werden. hat man verschiedene Kategorien, können sie helfen, den schnellen Überblick zu behalten. Man kann die Farben zum Beispiel vergeben, für Familienbilder, Reisebilder, Aufträge, bearbeitete Bilder, Exportierte Bilder….. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Allerdings sollte man sich genau aufschreiben, wie man die Farben vergeben möchte. Ich selber bin irgendwann mit den Markierungen durcheinander gekommen, und verwende sie nur noch sporadisch.

Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Möchte man die Bilder im Vollbild betrachten, kann man einfach auf die Taste X drücken. Um den Vollbildmodus zu verlassen, drückt man erneut auf X. Zu den Tastenkürzel wird es ebenfalls einen eigenen Beitrag geben.

13 Kommentare

  1. Ich kannte das Programm Darktable noch nicht. Aktuell verwende ich für meine Bildbearbeitung Lightroom, da kann ich die Bilder auch in Ordnern strukturieren und über die Cloud mit allen Geräten synchronisieren. Das finde ich super, wenn ich Bilder z.B. bei Instagram teile!
    Liebe Grüße, Ina

  2. Ein sehr interessanter Beitrag und auch ein sehr interessantes Programm. Leider habe ich momentan nicht so viel Zeit mich in größere Programme einzulesen und einzuarbeiten. Meine Bilder bearbeitet ich wie so viele mit VSCO und bin damit sehr zufrieden.
    Viele Grüße Anja

    1. Das ist je eigentlich nur ein Luxusproblem. Man kann auch einfach mit einem anderen Programm drucken. Ich bin aber gespannt, wie sie das lösen werden.

  3. für (Hobby-) Fotografen wieder mal ein äußerst wertvolles Tutorial lieber Nico!
    selber habe ich bisher noch nicht mit dem Darktable-Tool gearbeitet, aber würde das nach deiner umfangsreichen Anleitung auch mal angehen wollen … mal schauen, in den Semesterferien habe ich ja endlich wieder mehr Zeit 🙂

    daher direkt mal abgespeichert!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  4. Bei euch kann man echt immer wieder was Neues lernen. Das Programm kenne ich nicht. Finde eure ausführliche Anleitung super und sehr hilfreich.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.