Interrail Teil 4 von Slowenien nach Italien

 

Von Slowenien nach Italien 20.7.

Weiter  ging es auf der Interrail Reise von Slowenien nach Italien. Aber nicht wie gewohnt mit dem Zug sondern mit dem Bus nach Triest.
für den Bus musste ich extra für die Kleine  bezahlen, angeblich sollte sie dann auch einen Kindersitz bekommen, aber  nix Kindersitz wie die Busbegleitung sagte.

Dafür durften wir dann nochmal extra für unser Gepäck bezahlen. Also diese Busfahrt stand unter keinem guten Stern. Sollten wir noch einmal auf Interrail Tour  von Slowenien nach Italien unterwegs sein , wird eine andere Strecken Alternative gesucht. Was aber eben nicht ganz so einfach ist, da es keine direkt Verbindung von Slowenien nach Italien mit dem Zug gibt.

Jedenfalls brauchte der Bus nur eine Stunde, an der Grenze mussten wir noch ziemlich lange auf die Passkontrolle warten. Die Kleinste  schaffte die Busfahrt gerade so ohne sich zu übergeben, ihr wird im Auto immer schlecht.

Jedenfalls waren wir nun in Italien!
Wir fuhren über Venedig nach Bologna, wo wir ja unser “Ersatzhotel” fanden.

Das sich außerhalb in Musiano Pian di Macina befand.
Nach dieser Strecke war dann auch unserer Travel Diary  voll, wir brauchten nun ein Extrablatt . Wir sind also schon 22 Züge gefahren bis hier hin.

Das Hotel befand sich in einem kleinen Ort. Vom Bahnhof noch 20Minuten zu Fuß. Aber an einer relativ viel befahrenden Straße ohne Fußweg.War schon recht abenteuerlich, wenn man den Fahrstil der Italiener  dazu bedenkt. Wir fanden später einen weniger gefährlichen Fußweg !
Die Emilia-Romagna Region landschaftlich sehr reizvoll.

Das Hotel hatte schon bessere Zeiten gesehen, aber man sah ihm an das es mal ein sehr gutes Hotel war, es war nur etwas älter geworden. Zuerst ging es zur Freude der Kinder an den Pool. Der uns an diesem Nachmittag ganz alleine gehörte.

Die kleine Maus war diesmal wieder gar nicht zu halten und wollte nur ins Wasser, kein Wunder bei den Temperaturen!
Leider hatte das Restaurant geschlossen und wir mussten wieder ein ganzes Stück laufen um ein Ristorante zu finden. Aber das war es wert. So ein richtig klassisches Ristorante, wo die Einheimischen essen, total kinderlieb. Die Kleinsten wurden um schwärmt und das Essen war ober lecker. Für mich musste es natürlich, wenn wir schon in Bologna waren : Spaghetti Bolognese sein,ein Gedicht!

21.7.

Heute ging es dann nach Bologna. Wir hatten sie ja eigentlich gar nicht geplant auf unserer Interrail Tour von Slowenien nach Italien und waren auch gar nicht vorbereitet darauf . Sie hat uns dann überrascht! Das war eine Stadt die mir persönlich am Besten gefallen hat.

Die Architektur, die Atmosphäre, die Menschen das hat einfach gepasst und ich finde Bologna ist wirklich unterschätzt! Am besten , vor allem bei der Hitze sind die Arkadengänge, die so einen tollen Schatten spenden, das wir es auch bei fast 40Grad gut ausgehalten haben.

Wir liefen einfach nur durch die Stadt, gingen in die Basilika San Petronio. Eine der 5 größten Kirche der Welt, die schwer bewacht wurde. Wie ich später heraus fand, da sich in ihr ein Bild Mohammeds befindet und sie damit besonders als mögliches Terrorziel gilt.
Wie überhaupt in Italien und Frankreich überall Soldaten mit Maschinenpistolen zum täglichen Bild zählen. Jeder Bahnhof,jede Kirche wird fast bewacht. Ich weiß ja nicht ob das wirklich was bringt. Anschläge passieren ja gerade in diesen Ländern, die so massiv ihre Abschreckung präsentieren. Ich fühlte mich da eher bedroht wie beschützt.

Dieser Anblick von Soldaten mit Maschinengewehren führte zu vielen Fragen unserer Nr.3, warum, wieso , weshalb . Soviele Fragen die wir nicht beantworten konnten, weil wir ja selbst oftmals sprachlos sind über all die Geschehnisse dieser Welt.
Wir hatten übrigens aus dem Rausschmiss unserer Großen  aus der Kathedrale in Zagreb gelernt und lange Sachen zum Überziehen dabei, um die Kirche betreten zu dürfen.

Wir bummelten den ganzen Vormittag durch die schöne Stadt, picknickten im Park und aßen leckeres Eis.

Eigentlich fotografieren wir nicht so gerne fremde Menschen, aber die 2 Lesenden am Brunnen sieht irgendwie passend aus.

Hier in Bologna hat man viele alte Leute betteln sehen. Im Gegensatz zu den anderen Ländern, da waren es meist jüngere Menschen.

Was auch immer wieder zu interessanten Fragen und Diskussion mit Nr.3 führte, warum, weshalb und immer wieder , warum haben wir Glück und andere nicht, wie können wir da helfen usw..

Kurz dazu :wir haben dann meist immer ein paar Münzen gespendet, gerade wenn wir ein Land verließen machen wir es schon so, das unser letztes Kleingeld immer verschenkt wird. Wie auch immer die Pfandflasche neben Mülleimern gestellt werden. Am Besten sind Mülleimer die da extra Halter draußen dran haben, damit die Menschen nicht auch noch entwürdigend im Müll suchen müssen oder es wird auch schon mal Essen verschenkt.  Alles Kleinigkeiten , aber auch solche kleinen Dinge können helfen.

Allerdings waren wir glaub an einem Punkt der Reise wo wir mit den Eindrücken ziemlich überfordert waren und wir uns dann über Kleinigkeiten wie: wo wir was Essen und solche Sachen so uneinig, ja stritten darüber, das wir echt überlegten ob die weitere Reise überhaupt noch Sinn macht.

Aber das reinigte sozusagen wie ein Gewitter, wir klärten unsere Erwartungshaltungen ab und danach ging es dann wieder gut!
Ich glaube das gehört zu einer solchen Reise, wo 5 Personen dazu noch die ganze Zeit aufeinander hängen und alle verschiedene Erwartungen und Bedürfnisse haben. Wichtig ist darüber zu reden und am Besten schon bevor es dann knallt.
Den Nachmittag verbrachten wir dann wieder am Pool.

 

Türme Garisende u.Asinelli, nicht nur Pisa hat seinen schiefen Turm

22.7.

Heute ging unsere Interrail Tour von Slowenien nach Italien  weiter nach Rom mit nur einem Mal Umsteigen in Florenz.

Wir hatten eine Airbnb Unterkunft mitten in der Stadt, nur 30 Minuten zu Fuß vom Kolosseum, bei einem der nettesten Host die wir je hatten! Beatrice, sie rief nämlich schon am Tag vorher an, wann wir ankommen und ob sie uns abholen soll, was nicht ging da wir ja 5 Personen sind und nicht in ein normales Auto passen, jedenfalls beschrieb sie uns noch den besten Weg zur Wohnung und traf uns dann schon auf der Straße.

Wir wohnten in einem der alten großen Blocks , wie gesagt mitten in Rom, im 4.Stock, zur Freude der Kinder mit Fahrstuhl und zwar so ein alter klassischer offener mit selber Tür aufmachen usw., der wurde von unserer Nr.3 gerne und viel benutzt.
Die Wohnung war einfach nur toll und Beatrice gab  uns so viele tolle Tipps, einer der wichtigsten wo es das beste Eis gibt! Es war alles mögliche zum Essen da, was wir mitbenutzten konnten, von Keksen über Cornflakes einfach toll.

Da wir gegen 13.00Uhr schon da waren, gingen wir dann am späten Nachmittag zum Kolosseum, welches wirklich gut zu Fuß zu erreichen war.

 

Zum Glück gibt es diese Trinkbrunnen überall in der Stadt, es war wirklich so heiß.

 

Nicht nur die Zweibeiner brauchen bei der Hitze Wasser, sondern auch die Vierbeiner sind durstig

Es war so eine Hitzewelle das die Stadt gezwungen war einige der Brunnen abzustellen, das erste Mal seit mehreren hundert Jahren.

 

23.7.

Nico nutzte wiedermal die Morgenstunden für eine Fototour, daher viele Fotos ohne Touristen.Wir fuhren dann heute mit dem Bus zum Stadt bummel, mit all seinen Highlights. In Rom sieht man ja an jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit und so gingen wir auch ohne großen Plan durch die Stadt.

 

Mittags wurde es dann aber so warm, das wir lieber zurück in die Wohnung gingen.
Ich machte mich dann auf die Suche nach einem Waschsalon, das war der einzige Nachteil an der Airbnb Wohnung, die hatte keine Waschmaschine.So kam ich dann aber in den schönen Stadtteil Trastevere und wusste sogleich was wir am nächsten Tag erkunden werden.

Nicht so einfach einen Münzwaschsalon zu finden und selbst der ist bedient, also einer der hilft wenn Fragen sind, oder auch die Wäsche macht, wenn man nicht da warten will.

Von Rom sollte es ja nach Paris gehen, eigentlich kein Problem Zug, mit einmal umsteigen. Leider waren das reservierungspflichtige Züge und die waren für Interrailer komplett ausgebucht, es ist immer nur ein bestimmtes Kontingent für Interrailer, vor allem in den französischen Zügen.

So  hieß es wieder um planen und diesmal richtig, da unsere gebuchten Wohnungen dann auch alle nicht mehr passten von der Zeit her. Kurz die Karte studiert u. überlegt was wir als nächstes wollten und so kamen wir auf noch ein bisschen Strand und Meer, dazu noch reservierungfreie Züge, also würde unsere nächste Station Nizza werden und von dann nach Paris. Also schnell in Nizza und Paris eine Airbnb Wohnung gesucht und auch tolle gefunden. Wie wir dann von Paris weiter wollten, haben wir erst später überlegt.

Schon genial die Interrail Flexibilität!

24.7.

Heute ging es mit der Straßenbahn in den Stadtteil Trastevere , den ich ja gestern beim Wäschewaschen entdeckt hab. Der sich von unserer Unterkunft auf der anderen Seite des Tibers befand. Es ist ein sehr alter Stadtteil mit unglaublich vielen Restaurants.

Es hat unglaublich Spaß gemacht durch die alten Gassen zu schlendern . An jeder Ecke neue interessante Dinge zu entdecken und vor allem es war viel ruhiger als an anderen touristischen Ecken Roms.

Wir fanden dann auch ein gemütliches Ristorante und genossen leckeres Italienisches Essen.
Wir gingen dann weiter Richtung Vatikan, aber wollten gar nicht bis dahin, sondern gingen dann wieder über den Tiber auf die andere Seite und auf dem Rückweg kamen wir zufällig in die Kirche Santa Maria in Vallicella,eigentlich wollten wir nur mal etwas in  die Kühle und kurz ausruhen, aber da bekamen wir eine Kostenlose Audioguideführung in der Kirche angeboten und erfuhren so, noch wirklich interessante Dinge in der Kirche, die da zum Beispiel drei  Frühwerke von Paul Rubens beherbergt und auch die Gebeine des Heiligen Philipp Neri. Unsere Nr.3 fand es ja etwas gruselig sich da eine 400Jahre alte Leiche anzuschauen.

Auf jeden Fall interessant und brachte auch die erhoffte Abkühlung und Pause vom Großstadttreiben.
Und wiedermal gezeigt , man braucht nicht unbedingt in Rom für Sehenswürdigkeiten bezahlen, es gibt soviel ohne irgendwelche Eintrittspreise zu sehen. Das war nämlich ein Ziel von uns in Rom eben kein Geld für Sehenswürdigkeiten ausgeben und wir fanden es geht sehr gut ohne. Die Stadt hat an sich schon soviel zu bieten.
Wir nahmen dann den nächsten Bus zur Wohnung, ruhten uns etwas aus bevor wir Mädels shoppen gingen und am späteren Nachmittag gingen wir nochmal die nähere Umgebung erkundeten und den letzten Abend in Rom genießen , lecker Eis essen und auf den Spielplatz.

Übrigens die Spielplätze die wir hier in Rom sahen , waren so ziemlich die ungepflegtesten und dreckigsten auf unserer Reise, wirklich nicht besonders schön.

 

Die Lateranbasilika unweit von unserer Unterkunft

 

Die Lateranbasilika ist Kathedrale des Bistums Rom und eine der 7 Pilgerkirchen.

Fontana di Trevi

Hier die weiteren Beiträge zu unserer InterRail Tour 2017:

1.Teil

2.Teil

3.Teil

5.Teil

6.Teil

11 Kommentare

  1. Oh wie schön 🙂 Deine Bilder sind ein Traum und auch dein Beitrag wirklich toll. Ich hätte mich glaub ich nicht getraut mit Kindern auf Interrail zu fahren, aber du hast mich eindeutig vom Gegenteil überzeugt! Boa und auf Rom bin ich wirklich richtig neidisch, da will ich auch unbedingt ganz bald mal hin.
    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag!
    Liebe Grüße Jacky

    1. Ist wirklich nicht “schlimm mit Kindern auf Interrail. Rom ist ein Muss! für die Bilder ist hier im Hause mein Mann zuständig, auf dem Blog gibt er auch einige Fototipps.

      LG Ina

  2. Wow, die Bilder sind richtig schön und machen Lust auf Urlaub 🙂 Ich findes es total furchtbar, wenn im Urlaub etwas nicht so läuft, wie es laufen soll. Vor allem, wenn man schon vorab etwas klärt, wie bei euch mit dem Kindersitz etc. Ich glaube, ich wäre in Tränen ausgebrochen 😀 Aber das würde daran liegen, dass ich Busfahren hasse 😀

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    1. In Tränen ausbrechen jetzt nicht , aber ärgern, weil ich da eben so eine lange Diskussion mit der Ticketverkäuferin hatte, weil ich wusste Osteuropäische Busse und Kindersitze, da passt was nicht zusammen.
      Für die Bilder ist wie immer mein Mann verantwortlich, er gibt hier auf dem Blog auch Fototipps.

      LG Ina

  3. Wow so eine Reise mit Kindern, Respekt! Da ärgert man sich bestimmt noch viel mehr wenn nicht alles nach Plan läuft. Aber ihr habt es ja mit Bravur gemeistert und am Ende so viel zu erzählen. Klingt nach einer tollen, spannenden Reise. Und die Bilder sind wirklich toll!

    Liebe Grüße

    Sandra

  4. Bologna sieht wunderschön aus! Grade Architektur macht mir immer schwach! Kommt auf meine Liste! Respekt, dass du es schaffst so viel mit dem Zug unterwegs zu sein! Grade Zugfahren ist ja doch immer super anstrengend

  5. Ich finde es SUPER, dass ihr euch keinen wirklichen Stress macht, wenn etwas anders läuft als geplant. Das ist das normalste der Welt und viele sind dann total überfordert. Das finde ich sehr, sehr schade, dass viele so unflexibel sind und im Urlaub oder auf Reisen nicht abschalten und den Alltag hinter sich lassen können.

    Ein wichtiger Satz beim Reisen: „Go with the flow“ und alles wird gut.

    Ich selbst musste schon soooo viel ändern, als ich im Ausland unterwegs war, entweder man dreht durch, oder man akzeptiert das und macht das Beste draus.

    Sehr schöner Artikel, ich erkenne mich zum Teil gut wieder und finde eure Reise generell super!

    Liebe Grüße

    Alex

  6. Liebe Ina!
    Danke, dass du eure Reisegeschichten mit uns teilst! Macht Freude, euch zu folgen! Auch die Bilder sind toll – man fühlt sich, als wär man dabei! 🙂
    Glg, Jasmin

  7. Dein Bericht und Fotos wecken bei mir tolle Erinnerungen an meine Studentenzeiten. Da war ich auch viel mit Interrail unterwegs, und natürlich auch in Italien. Ein Zwischenstop in Rom war immer Pflicht auf der Weiterfahrt nach Griechenland. Allerdings muss ich gestehen, dass ich nie in Erwägung gewogen hätte, sowas mit meinen Kindern zu machen. Bei uns früher waren die Züge oft so voll, das wir in den Gängen oder im Gepäcknetz geschlafen haben. Für uns war das ok, und wir haben immer viele tolle Leute kennengelernt. Aber meinen Kindern würde ich das nicht zumuten wollen – auch nicht, wenn sie schon größer sind. Aber vielleicht haben sich die Zeiten verändert, das es heute einfacher ist ? Oder man muss eben verausschauender planen.
    Verspielte Grüßle,
    Simone

    1. Nee die “wilden” InterRail Zeiten sind vorbei. Im vollsten Zug saßen nur welche in den Gängen. Da aber viele Züg oft nur noch mit Reservierungen sind und auch nicht mehr so viele InterRail fahren , gar kein Problem.

      LG Ina

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