Gdansk-Perle der Ostsee

Der zweite Stopp auf unserer Interrail Tour durch Polen war die wunderbare Perle der Ostsee, die ehemalige Hansestadt Gdansk.

Gdansk ist die sechst grösste Stadt Polens mit 460000 Einwohnern. Sie befindet sich an der Ostsee, genauer gesagt der Danziger Bucht. Zusammen mit Sopot, dem Seebad und  Gdyndia, der Hafenstadt, bildet sie die sogenannte Dreisstadt (Trójmiasto).

Eine wunderschöne Stadt die den Namen Perle der Ostsee wirklich verdient. Wir hatten das Glück wiedermal eine tolle Airbnb Unterkunft zu haben nur 300 m vom Neptunbrunnen entfernt, also ganz im Zentrum des Geschehens, aber total ruhig gelegen die Wohnung.

Der Fluss Motława (Mottlau), ein Nebenfluss der Weichsel fast genau vor der Tür!

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Es war also eine ideale Lage, um diese schöne Stadt zu erkunden und da gibt es eine Menge zu sehen!

Geschichte der Stadt Gdansk

Die Stadt an der Danziger Bucht hat eine bewegte Geschichte. Sie erhielt im 13.Jahrhundert die Stadtrechte. War dann lange Zeit eine Stadt des Deutschen Ordens ( 1308–1454) In dieser Zeit wurde sie auch eine bedeutende Hansestadt.

Danach war sie Freie Stadtrepublik unter polnischer Oberhoheit (1454–1793). Später gehörte sie dann mehrmals zu Preußen.

Eine ganz interessante Zeit hatte Danzig nach dem 1. Weltkrieg. Im Rahmen des Versailler Vertrages wurde sie die Freie Stadt Danzig (1920-1939).

Im 2.Weltkrieg gehörte Danzig dann zum Reichsgau Danzig-Westpreußen.

Durch die Kämpfe im 2. Weltkrieg um die Stadt wurden 90% der Gebäude in der Innenstadt und Rechtsstadt zerstört.

Die Stadt musste also nach dem Krieg wieder aufgebaut werden, die wunderbaren Gebäude der Stadt sind also zu großen Teilen Nachbauten, der alten Stadt.

In den 1980 Jahren spielte Gdansk dann eine wichtige Rolle in der opositionellen Bewegung um die in Gdansk entstandenen Gewerkschaft Solidarność unter Lech Wałęsa. Heute gibt es ein Museum dazu das: Europäische Centrum Solidarność.

Sehenswürdigkeiten in Gdansk

Das goldene Tor

Die Rechststadt

Der bedeutende historische Teil von Gdansk. Dort befindet sich der Königsweg, der vom Hohen Tor im Westen durch das Goldenes Tor/Langgasser Tor und Langgasse über Langer Markt zum Grünen Tor an der Mottlau führt. Dort tobt sozusagen heute das (touristische) Leben.

Der Blick vom Rechststädtischen Rathaus auf die Lange Gasse

Auf dem langen Markt befindet sich auch der Neptunbrunnen.

Die Marienkirche

Eine der grössten Backsteinkirchen der Welt hat Platz für 25000 Besucher, ist immer einen Besuch wert. Die drei Kirchenschiffe,die von 26 Pfeilern gebildet werden haben eine Höhe von 30 m. Die Kirche wurde im Jahr 1502 fertiggestellt und wurde im 2. Weltkrieg zu 40% zerstört. Nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut und 1955 geweiht. Wer die 402 Stufen zum Turm schafft erhält einen wunderbaren ausblick über die Stadt bis an die Ostsee.

Spaziergang durch die Strassen

Ein Spaziergang durch die Strassen der Stadt, dort kann man überall etwas entdecken. Ab es die Details an den Häusern sind, spektakulär sind die Verzierungen von Regenrinnen und Rinnenbehälter an den Häusern oder die Bernsteingeschäfte auf der Frauengasse.

Frauengasse
Solche verzierten Regenrinnen findet man überall in der Stadt

Dominikanermarkt (Jarmark św. Dominika)

Zufälligerweise waren wir zu der Zeit in der Stadt in der der Dominikaner Markt stattfindet. Der Dominikanermarkt beginnt immer am letzten Sonnabend im Juli und dauert 23 Tage. Er fand dieses Jahr schon zum 750. Mal statt und ist eine der grössten Freilichtverantstaltungen Europas. Von Marktständen, gutem Essen bis zu Theater- und Musikveranstaltungen kann man so allerhand erleben. Das ganze Treiben war wirklich sehenswert, auch wenn es dazu führt das die Stadt noch voller war.

Einer der Marktstände

Muzeum II Wojny Światowej Das Museum des zweiten Weltkriegs

Eines der beeindruckensten Museen die ich besucht habe war dieses Museum. Das Museum gibt es seit 2017. Von Beginn an war es kontrovers in Polen diskutiert. Mehr darüber gibt es bald in einem eigenem Blogbeitrag.

Das Muzeum II Wojny Światowej (2.Weltkriegsmuseum)

Ausflug an die Ostsee

Chillen am Strand

Da unsere Kinder und der Hund die Ostsee lieben gelernt haben auf unserer Reise, gehörte natürlich auch in Gdansk ein Tag am Strand zu unserem Programm. Wir fuhren einfach mit der Strassenbahn zum Stadtteil Brzeźno. Man kann natürlich auch nach Sopot fahren. Da wir aber vorher schon einige Tage an der schönen polnischen Ostsee verbrachten, wählten wir den für uns kürzesten Weg an den Strand.

Ostsee

Fazit zum Besuch in Gdansk:

Für uns Städteliebhaber, war das wieder mal eine perfekte Stadt! Viel Geschichte, tolle Häuser und dazu nicht weit weg von der Ostsee, was will man da mehr!

Einige interessante Museen und einfach eine Stadt die sehr abwechlungsreich ist. Der Nachteil gerade in der Zeit des Domenikaner Marktes: sie ist schon sehr, sehr gut besucht. So konnten wir unser Norwegisch wieder einmal anwenden, den gerade auch für Norwegen und Schweden ist es eine sehr beliebte Stadt für Kurztrips, denn sie ist nicht nur geographisch gut gelegen und wird von vielen norwegischen Flughäfen direkt angeflogen, sondern ist für die Norweger auch eine preiswerte Stadt.

Gdansk ist auf jeden Fall einen Besuch wert, denn sie bietet wirklich für jeden was.

Wie immer ist Nico gerne früh aufgestanden im Urlaub zum fotografieren Gdansk

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